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Malaysischer Minister ruft zum CD/VCD-Kaufboykott auf

30.05.2003 | 11:47 Uhr |

Mit einem ungewöhnlichen Schritt macht derzeit der malaysische Handels- und Konsumentenschutz-Minister Datuk S. Subramaniam auf sich aufmerksam. Um die hohe Rate der Produktpiraterie in seinem Land zu verringern, fordert er seine Landsleute zum Kaufstopp von legalen CDs und VCDs auf, um die Industrie zu zwingen, die Preise zu senken.

Mit einem ungewöhnlichen Schritt macht derzeit der malaysische Handels- und Konsumentenschutz-Minister Datuk S. Subramaniam auf sich aufmerksam. Um die hohe Rate der Produktpiraterie in seinem Land zu verringern, fordert er seine Landsleute zum Kaufstopp von legalen CDs und VCDs auf, um die Industrie zu zwingen, die Preise zu senken. Dies berichtet die "New Straits Times" .

Dem Bericht zufolge habe der Minister bereits bei der Industrie bezüglich Preissenkungen insistiert, sich jedoch eine Abfuhr eingehandelt. Die hohen Preise für CDs und VCDs begründen die Hersteller mit Kosten für Verwaltung, Entwicklung, Produktion und Honoraren.

Für den Minister besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Preisen und der Höhe der Produktpiraterie. "Es gibt einige lokale Film-Produktionen, die für zehn Ringgit (2,23 Euro) angeboten werden. Diese VCDs sind erschwinglich und werden nicht professionell kopiert. Diejenigen, die mehr als 30 Ringgit (6,68 Euro) kosten, werden in der Regel auch kopiert. Dies beweist, dass der Preisfaktor der Hauptgrund dafür ist, weshalb Konsumenten raubkopierte CDs und VCDs kaufen", so der Minister.

Der Aufruf solle jedoch nicht dahingehend missverstanden werden, nun nur noch kopierte Ware zu kaufen, auch diese sollten liegen gelassen werden, um das Problem zu lösen. Gegen die Hersteller der Raubkopien werde gerichtlich vorgegangen werden.

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