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Der Herr der Ringe Online

04.12.2007 | 14:32 Uhr |

Mit einer starken Lizenz in der Tasche wagten die Macher von D&D Online die Entwicklung eines Online-Spiels für Millionen beinharter Tolkien-Fans.

Erste Technik-Demo, mit der Turbine eine erste Version der Grafik-Engine testete.
Vergrößern Erste Technik-Demo, mit der Turbine eine erste Version der Grafik-Engine testete.
© 2014

Peter Jackson, der Regisseur der Herr der Ringe-Filme, begab sich vor sechs Jahren in die Höhle des Löwen: Er hat einen Mythos verfilmt. Die Rede ist von J.R.R. Tolkiens gleichnamiger Buchreihe, die bis heute über 120 Millionen Mal verkauft wurde und als Klassiker der Fantasy-Literatur gilt.

Doch Peter Jackson hat seine Arbeit gut gemacht; das bezeugen nicht nur 17 Oscars und ein Einspielergebnis von knapp drei Milliarden Dollar, sondern auch der Respekt der Tolkien-Fans, die leicht zu enttäuschen sind. Wie plant man Gealso ein Online-Rollenspiel, das vor allem eines erreichen will: Mittelerde, so wie es sich Millionen Anhänger vorstellen, zum Leben erwecken?

Der Entwickler Turbine (D&D Online) probierte es mit Hilfe von außen und hat sich die Leute ins Boot geholt, für die Der Herr der Ringe Online entstehen sollte: die Fans.

Die ersten Pläne entstanden 2003. Damals gehörten die Rechte an der Buchreihe dem Publisher Vivendi, der unter anderem mit War of the Ring und The Hobbit mehr oder weniger gelungene Umsetzungen des Ringe-Universums auf den Markt gebracht hatte.

Der mäßige Erfolg der Spiele machte es Turbine einfach, Ende 2004 an die Buchlizenz zu gelangen - freilich ohne die Möglichkeit, das Spiel optisch und inhaltlich an die Filme anzulehnen, da die Rechte dazu bei Electronic Arts (Schlacht um Mittelerde, Return of the King) lagen und noch liegen.

"Das stellte für uns aber kein Problem dar", erklärt Jeffrey Steefel, ausführender Produzent bei Turbine. "Im Gegegenteil: Tolkien hat seine Welt derart detailliert beschrieben, dass wir die Filme nicht als Vorlage brauchten. Die Bücher haben uns mit allem versorgt."

Da ist es kein Wunder, dass jeder Mitarbeiter die Herr der Ringe-Wälzer bei sich auf dem Schreibtisch liegen hat. "Für alle Fälle", wie Jeffrey sagt, bei dem sich zudem allerhand Audiobücher und Ringe-Fachliteratur wie das Silmarillion stapeln.

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