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Makerbot und Stratasys tun sich zusammen

20.06.2013 | 13:34 Uhr |

Der 3D-Druck geht stramm in Richtung Mainstream. Aktuelle Anzeichen dafür sind die Übernahme von Makerbot durch Stratasys sowie der 3D-Druck-Store von Amazon USA.

Es ist schon länger über einen Merger von Makerbot spekuliert worden. Jetzt ist es amtlich. Das US-Unternehmen wird von Stratasys übernommen. Damit tun sich zwei Player im 3D-Druckermarkt zusammen: Der eine - Stratasys – bringt einen bekannten Namen aus dem industriellen 3D-Druck mit in die Ehe. Der andere - Makerbot - die Geräte, die den 3D-Druck für den heimischen Gebrauch möglich und erschwinglich machen.

Makerbot hat nach eigenen Angaben seit 2009 bereits 22000 Geräte verkauft – darunter die Replicator-Reihe - und bringt mit Thingiverse.com eine weltweit bekannte Plattform mit, auf der sich Druckvorlagen teilen und von Interessierten nachdrucken lassen. Stratasys betont in einer Pressemeldung, dass man von der Makerbot-Strategie überzeugt ist, die den 3D-Druck von CAD-Profis auf jeden Technikinteressierten ausweitet. Die Übernahme soll im dritten Quartal 2013 vollzogen werden und Makerbot als eigenständig operierendes Unternehmen belassen.

Dass in der Do-it-Yourself-Bewegung mächtig Potential steckt, zeigt sich auch am steigenden Interesse des Handels. So hat Amazon in den USA Mitte Juni 2013 das Angebot mit 3D-Druckern und Zubehör erweitert. Hier lassen sich nicht nur neue, sondern auch gebrauchte und damit günstigere Maschinen erwerben. In den USA verkauft außerdem die Handelskette Staples 3D-Drucker der Marke Cube von 3D Systems. Weitere Aktivitäten sind nur eine Frage der Zeit. Man muss kein Prophet sein, um Vergleichbares für Europa und damit auch Deutschland zu erwarten. Sind die Projekte des Handels in den USA erfolgreich, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir in Deutschland 3D-Drucker und Zubehör bei Amazon und Co erstehen können.

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