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Steve Jobs: "Wer Pornos will, der soll Android kaufen"

20.04.2010 | 16:01 Uhr |

In einer Mail verteidigt Steve Jobs die App-Kontrolle durch Apple und schießt gegen die Konkurrenz-Plattform von Google.

Ein Apple-Kunde hat sich in einer Mail bei Steve Jobs darüber kritisch geäußert, dass Apple die Rolle einer "Moral-Polizei" übernehme und jede App für das iPhone und iPod Touch auch inhaltliche bewerte, ehe sie im AppStore erscheinen darf. Wie Techcrunch berichtet, schrieb der Apple-Kunde Matthew Browing an Apple-Chef Steve Jobs, dass Apple es Eltern gestatten sollte, über eine Jugendschutzfunktion den Zugriff auf bestimmte Apps zu unterbinden. "Apples Rolle ist nicht die einer Moral-Polizei. Apples Rolle ist es, wirklich coole Gadgets zu designen und zu produzieren. Das wollen die Kunden", so Browing.

Browing wies Steve Jobs auch auf den Vorfall hin, dass Apple die Veröffentlichung einer App untersagt habe, die politische Satire zum Inhalt habe. Die betreffende App wurde von Mark Fiore kürzlich für den AppStore eingereicht. Apple lehnte die Veröffentlichung aber ab. Mark Fiore ist ein bekannter Polit-Cartoonist, der für SFGate.com arbeitet und in diesem Jahr den Pulitzer-Preis erhalten hat. Dass die Veröffentlichung von Fiores App im AppStore von Apple abgelehnt worden war, sorgte in den US-Medien für enorme Kritik an Apple. Diese Kritik sorgte dafür, dass Apple kurze Zeit später Fiore kontaktiert und bat, seine App erneut einzureichen, was Fiore dann auch tat.

In seiner Antwort-Mail schreibt Steve Jobs, dass die App von Fiore in Kürze im AppStore erscheinen werde. "Das war ein Fehler", so Jobs. Anschließend fügt er hinzu:

"Wir glauben, dass wir eine moralische Verantwortung dafür haben, Pornos vom iPhone fernzuhalten. Wer Pornos möchte, der kann sich ein Android-Telefon kaufen."

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