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Magere Bilanz von Oracle Deutschland

27.07.2006 | 00:00 Uhr |

Mit einem Wachstum von 4,5 Prozent hat Oracle Deutschland das Geschäftsjahr 2005/06 (31. Mai 2006) abgeschlossen. 464 Millionen Euro bilanzierte der neue Deutschland-Chef Jürgen Kunz. Im Vorjahr

Mit einem Wachstum von 4,5 Prozent hat Oracle Deutschland das Geschäftsjahr 2005/06 (31. Mai 2006) abgeschlossen. 464 Millionen Euro bilanzierte der neue Deutschland-Chef Jürgen Kunz. Im Vorjahr waren es 444 Millionen Euro. Kunz kündigte für das laufende Geschäftsjahr "ein zweistelliges Wachstum" an.

Die Tochtergesellschaft des weltweit zweitgrößten Softwareherstellers hat in diesen Zahlen auch die Umsätze des ERP-Anbieters Peoplesoft verbucht. Dagegen sind die Umsätze der ebenfalls zugekauften CRM-Spezialisten Siebel nicht enthalten. Hierzulande ist die international Anfang 2006 vollzogene Übernahme erst seit Anfang Juni unter Dach und Fach.

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (Emea) setzte Oracle eigenen Angaben zufolge 4,7 Milliarden Dollar um; das Wachstum betrug 10 Prozent.

Weltweit weist Oracle ein Wachstum von 22 Prozent aus. Die weltweiten Einnahmen inclusive Siebel und Peoplesoft, J.D.Edwards und anderen mehr betrugen 14,4 Milliarden Dollar - gegenüber 11,8 Milliarden im Fiskaljahr 2004/05.

Laut Kunz, der seit 1. Juni im Amt ist, stottert der hiesige Wachstumsmotor in Deutschland im Applikationsgeschäft, in dem Oracle sich Branchenprimus SAP als Hauptkonkurrenten gegenüber sieht. "Der Markt ist angespannt", sagte Kunz. Aber die Deutschland-Tochter hinke auch beim "On demand"- Geschäft hinterher.

Im laufenden Geschäftsjahr setzt Kunz verstärkt auf Partner und das Mittelstandsgeschäft. Für beide hat Oracle in Potsdam eine 130 Mitarbeiter zählende Telesales-Gruppe etabliert. Sie kümmert sich um Kundenkontakte für die Oracles Direkt und den Partner-Vertrieb. (wl)

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