132008

Männer, Frauen und Spyware

01.07.2005 | 14:59 Uhr |

Eine Studie zeigt, dass Männer die IT-Sicherheit in Unternehmen mehr gefährden als Frauen.

Bei männlichen Angestellten ist die Gefahr, dass sie durch ihr Online-Verhalten Spyware und anderen Schädlingen Vorschub leisten, größer als bei ihren Kolleginnen. Das hat Surfcontrol , Hersteller von Web-Filter-Software, im Rahmen einer Umfrage unter 300 Angestellten in Großbritannien heraus gefunden.

Doppelte so viele Männer wie Frauen laden sich täglich neue Musikdateien herunter und tauschen sie mit anderen, so die Studie. Nur halb so viele Frauen wie Männer nutzen demnach regelmäßig Instant Messenger zur privaten Kommunikation am Arbeitsplatz. Knapp zwei Drittel der befragten Frauen geben an, noch nie den USB-Anschluss ihres Arbeitsplatzrechners benutzt zu haben, während dies bei ihren männlichen Kollegen nur auf ein Drittel zutrifft.

Die Befragten sollten angeben, ob und wie häufig sie Instant Messenger und Web-Mail am Arbeitplatz für private Zweckebenutzen und kostenlose Software, Musik- und Videodateien herunter laden sowie zur Entspannung im Web surfen, Online-Spiele spielen, private Dateien im Firmennetz speichern und mobile Datenträger wie DVD, CD oder USB-Sticks benutzen. In allen Punkten ergab die Auswertung der Antworten, dass Männer häufiger Möglichkeiten dieser Art nutzen als Frauen. Jeder dieser Aktivitäten kann jedoch bekanntlich auch Spyware in das Firmennetz einschleppen.

Nach den Umfrageergebnissen von Surfcontrol benutzen 70 Prozent der Befragten ihren Arbeits-PC für das Online-Banking, 30 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer tun dies sogar mehrmals in der Woche. Von den Teilnehmern der Umfrage gaben 65 Prozent an, dass sie private Dateien auf Rechnern im Firmennetz speichern.

Während solche Zahlen oft und gerne dazu hergenommen werden, die PC-Anwender in den Unternehmen als Hauptgefahr für die IT-Sicherheit darzustellen, dreht Martino Corbelli, Marketing-Direktor von Surfcontrol den Spieß um. Es seien vielmehr die Arbeitgeber, die zu wenig dafür täten ihre Netzwerke und Daten vor Spyware zu schützen. Sie gefährdeten damit, so Corbelli, auch die Reputation ihres Unternehmens. Das sei "Russisches Roulette auf Unternehmensebene".

0 Kommentare zu diesem Artikel
132008