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MacBook-Webcams können Nutzer ausspionieren

19.12.2013 | 19:02 Uhr |

Eine Schwachstelle erlaubt Angreifern das unbemerkte Einschalten der iSight-Kamera auf MacBooks und iMacs über das Internet.

Normalerweise sind Apple-Nutzer durch die geschlossene Architektur der Computer in den meisten Fällen vor Hacker-Attacken geschützt. Nun berichtet die Washington Post jedoch von einer Sicherheitslücke, mit der sich die in MacBooks oder iMacs verbaute Kamera über das Internet unbemerkt einschalten lässt. Einem Sicherheitsexperten der John-Hopkins-Universität sei es demnach gelungen, die Firmware des zur Kamera gehörenden Controllers zu attackieren. Die Kamera kann so eingeschaltet werden, die LED der iSight-Kamera bleibt jedoch dunkel und verbirgt die Nutzung so vor dem Anwender.

Genau dies ist jedoch einer der wichtigsten Sicherheitsmechanismen, die eine unerwünschte Nutzung der Kamera sofort auffliegen lassen sollen. Wie gefährlich die Schwachstelle in der Praxis sein wird, bleibt dennoch fraglich. Der für die Entdeckung verantwortliche Professor Stephen Checkoway erklärt, dass Hacker zuerst einen Chip in der Kamera umprogrammieren müssten. Zudem ist die Sicherheitslücke nur in Apple-Rechnern zu finden, die vor dem Jahr 2008 ausgeliefert wurden.

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Checkoway rät dennoch zu einer einfachen Schutzmaßnahme: Die Kamera sollte bei Nichtbenutzung abgeklebt oder anderweitig verdeckt werden.

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