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MZ-Werke stellen Motorrad-Produktion ein

07.05.2013 | 05:18 Uhr |

Die traditionsreichen MZ-Motorenwerke reduzieren ihre Belegschaft auf drei Mitarbeiter, die das Ersatzteilgeschäft betreuen sollen.

Einst gehörten die MZ-Werke im sächsischen Hohndorf bei Zschopau zu den größten Motorradherstellern der Welt. Pro Jahr wurden 85.000 Fahrzeuge in über 100 Länder geliefert. Speziell die bis 1985 gebaute TS 150 mit einem Hubraum vom 143 Kubikzentimetern und 11,5 PS war zu DDR-Zeiten sehr beliebt.

Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten muss der Hersteller nun die Produktion einstellen. Von den bislang 20 Angestellten werden nur drei Mitarbeiter weiterhin in Lohn und Brot stehen. Die Restbelegschaft soll sich um die Ersatzteilversorgung kümmern.

Die Insolvenz musste MZ bereits im Jahr 2012 einreichen. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wendeten sich 174 Gläubiger mit Forderungen in Höhe von 7,5 Millionen Euro an den eingesetzten Insolvenzverwalter. Wie hoch der Anteil der erfüllbaren Forderungen ausfallen wird, sei noch unklar.

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Damit endet die bewegte Geschichte des Herstellers. Die nach der Wende durchgeführte Privatisierung führte schon im Dezember 1991 zum Konkurs. 1996 wurde das Unternehmen vom malaiischen Konzern Hong Leong übernommen. Doch auch dieser neue Eigentümer musste die Produktion 2008 einstellen. Den darauf folgenden Eigentümern und ehemaligen Rennfahrern Ralf Waldmann und Martin Wimmer war trotz Landesbürgschaft ebenfalls kein dauerhafter Erfolg vergönnt.

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