25.07.2005, 12:29

Markus Pilzweger

MSN Virtual Earth geht an den Start

Mit der Veröffentlichung von Virtual Earth tritt Microsoft gegen den Rivalen Google mit seinem Google-Maps-Dienst an.
Microsoft hat MSN Virtual Earth gestartet und tritt damit in direkte Konkurrenz zum Maps-Dienst von Google. Analog zu Google Maps lassen sich auch beim Microsoft-Service verschiedene Ansichten darstellen: Straßenkarte und Satellit. Mit Hilfe der lokalen Suche kann im gewählten Kartenausschnitt nach Restaurants, Hotels oder anderen Geschäften gesucht werden, maximal drei Suchergebnisse werden bei Virtual Earth parallel und farblich unterschiedlich markiert auf dem Kartenausschnitt angezeigt.
Wie bei Google Maps bietet auch der MSN-Dienst eine Navigationshilfe, die aber umständlicher zu bedienen ist, als das Google-Pendant.
Anwender können bei Virtual Earth wesentlich weiter in die Landschaft hinein zoomen, siehe die beiden Bilder rechts (Los Angeles, Muscle Beach).
Sind Sie bei der Suche fündig geworden, können Sie sich mit einem Klick auf das in der Karte angezeigte Symbol weitere Infos inklusive einer Sat-Ansicht der Lokalität anzeigen lassen, wie beispielsweise bei dem Tatoo-Shop auf der rechten Seite.
Bislang sind lediglich einige Orte in den USA für den Dienst vorbereitet, in kommenden Versionen sollen dann Städte außerhalb der USA integriert werden. Ab September soll Virtual Earth auch eine Art 45-Grad-Ansicht der Satellitenbilder ermöglichen.
Eine weitere Funktion, die den Microsoft-Dienst von Google abhebt, ist der "Microsoft Location Finder". Über den Button "Find me" können Sie ein kleines Tool herunterladen, das anhand der MAC-Adressen der nächstgelegenen WLAN-Access-Points Ihre Position bestimmt. Das Ganze funktioniert auch über Ihre IP-Adresse, ist aber wesentlich ungenauer.
Zwar ist man sich im Büro oder zu Hause meist ziemlich sicher, wo man sich befindet, doch dafür ist diese Funktion auch nicht gedacht. Vielmehr soll sie in Zusammenspiel mit mobilen Geräten wie Handys oder PDAs ihre (Such)-Stärken ausspielen. Anwender müssen künftig also nicht mehr Ihre Position über eine fummelige Minitastatur eingeben, sondern können diese automatisch bestimmen lassen. Damit eröffnen sich quasi automatisch völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich der lokalen Suche, die bei Anwendern und der Wirtschaft immer beliebter wird.
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