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MSN Search: Kein Sex bei Microsoft?

12.11.2004 | 09:23 Uhr |

Ungläubige Blicke löste so manche Sucheingabe in die von Microsoft mit viel Vorschuss-Lorbeeren gestartete MSN Search aus. Bei der Eingabe von Begriffen mit sexuellem Kontext verweigert die Suchmaschine die Auskunft und empfiehlt stattdessen einen anderen Suchbegriff.

Gestern berichtete die PC-WELT über den Start der ersten Beta der neuen Microsoft-Suchmaschine MSN Search. Damit will der Software-Gigant Marktführer Google angreifen. Doch der Start ging gründlich schief: Die Suche arbeitete langsam und lieferte oft keine oder nur schlechte Ergebnisse. Noch schlimmer aber: Microsoft zensiert die Sucheingaben. Suchbegriffe mit sexuellem Kontext werden abgelehnt.

Geben Sie in http://beta.search.msn.de/ einfach mal "Sex", "Porn" oder "Prostitution" ein. Daraufhin erhalten Sie nicht etwa eine Liste mit Links, sondern folgenden belehrenden Text: " Bei der Suche nach Sex werden möglicherweise sexuelle Inhalte ausgegeben. Ändern Sie Ihre Suchbegriffe, um Ergebnisse zu erhalten ."

Ganz offensichtlich sorgt sich Microsoft um das moralische Wohlergehen der Webnutzer. Doch was macht ein Student, der eine Seminararbeit zur Prostitution schreiben will? Ihm bleibt nur der Ausweg zur bisherigen – und wenn Microsoft so weiter macht auch künftigen – Nummer Eins unter den Suchmaschinen: Zu Google nämlich.

Übrigens: Wenn Sie " Menschen +zerhacken " in MSN Search eingeben, liefert die Suche sofort eine lange Linkliste. Ebenso bei Eingabe von " Killer ".

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