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MS06-16: Outlook-Express-Anwender klagen über Probleme

21.04.2006 | 14:55 Uhr |

Ein weiteres, im April von Microsoft veröffentlichtes Sicherheitsupdate sorgt bei einigen Anwendern für Probleme. Dieses Mal sind Nutzer von Outlook Express betroffen, deren Mail-Client sich nach dem Aufspielen des Updates nicht mehr so verhält, wie er es eigentlich sollte.

Nach den Problemen mit dem Sicherheitsupdate MS06-15 ( wir berichteten ), klagen Anwender nun auch über Probleme mit dem Update MS06-16. Dabei handelt es sich um das zum Patch-Day im April von Microsoft in aktualisierter Form veröffentlichte kumulative Sicherheitsupdate für Outlook Express, mit der KB-Nummer 911567.

Mit diesem Sicherheitsupdate hatte Microsoft eine von einem Privatanwender gemeldete Sicherheitslücke im Mail-Client Outlook Express geschlossen. Die Lücke steckte in der von Outlook Express verwendeten Windows Adressbuchdatei (WAB) und könnte von einem Angreifer dazu genutzt werden, um die vollständige Kontrolle über ein System zu erlangen ( wir berichteten ).

Im offiziellen Microsoft-Forum für Outlook-Express-Anwender klagt ein Anwender hier , dass sein Adressbuch nach der Installation des Updates plötzlich leer war.

Das ist aber nur eines der bekannten Probleme. Andere Anwender schreiben, dass Outlook Express es nach dem Update nicht mehr zulässt, abgespeicherte und noch nicht gesendete EML-Maildateien als noch nicht gesendete Mail zu öffnen. Stattdessen würden diese Dateien als gesendete Mail geöffnet und ließen sich dadurch nicht erneut senden. Ärgerlich für diejeningen, die einen Mail-Entwurf zunächst auf der Festplatte speichern wollen, um die Mail dann später zu verschicken.

Dieses Problem wird auf dieser Seite beschrieben, inklusive einer Anleitung, wie das Problem zu lösen ist. Dabei wird aber nur empfohlen, das Sicherheitsupdate zu entfernen. Anschließend lassen sich EML-Dateien in Outlook Express auch wieder als ungesendete Mails öffnen.

Die einfache Deinstallation hindert Windows allerdings nicht daran, bei nächster Gelegenheit wieder das Update zu installieren - wenn die Autoupdate-Funktion aktiviert ist. Deshalb wird auf der Seite empfohlen, unter "Automatische Updates" (Systemsteuerung) statt "Automatisch" die Einstellung "Benachrichtigen, aber nicht automatisch downloaden oder installieren" auszuwählen. Wenn Windows dann auf Updates aufmerksam macht, sollte man das Update 911567 nicht herunterladen und Windows über das eingeblendete Warnfenster mitteilen, dass es nie wieder nachfragen soll, ob das Update installiert werden soll.

Kehrseite der Medaille: Wer das Update nicht installiert, lässt eine bekannte Sicherheitslücke in Outlook Express offen.

Microsoft ist bereits über die Probleme mit dem Update informiert und untersucht derzeit die Angelegenheit. Ob und wann nachgebessert wird, bleibt abzuwarten.

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