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MS will Exklusivität des Windows XP Media Centers lockern

13.07.2004 | 11:55 Uhr |

Bislang wird Windows XP Media Center exklusiv über große, multinationale PC-Hersteller vertrieben. Dies soll sich nach dem Willen von Microsoft nun ändern.

Mit Hilfe der Windows XP Media Center-Edition lässt sich ein herkömmlicher PC in eine Multimedia-Zentrale mit Festplattenrekorder für Audio- und Video-Dateien verwandeln. Das System ist nur zusammen mit einem PC erhältlich und wird bislang ausschließlich von multinationalen PC-Herstellern angeboten. Diese Exklusivität will Microsoft künftig ändern.

Um die Verkaufszahlen anzukurbeln, sollen bald auch Systemhäuser, die PCs ohne Markennamen bauen und verkaufen, Zugriff auf die Media Center-Edition erhalten.

Media-Center-PCs sind mindestens mit einer Fernbedienung, einer TV-Karte, einem DVD-Laufwerk und einer großen Festplatte ausgestattet, um Fernsehsendungen aufzuzeichnen oder digitale Musik zu speichern. Daneben lässt sich das Gerät aber natürlich auch als herkömmlicher PC nutzen.

Auf Grund der zusätzlichen Hardware und Software sind Media-Center-PCs normalerweise teurer als Standardrechner. Ein erster Anbieter des 2002 gestarteten Systems war Hewlett Packard.

Microsoft hat mit ATI und Nvidia Partnerschaften geschlossen, um Systemherstellern spezielle Hardware-Bundles zu liefern, damit diese in kurzer Zeit Media-Center-PCs fertigen können. Daneben wurde das "Designed for Windows"-Logoprogramm um die Media-Center-Softwar erweitert, um leichter erkennen zu können, ob die jeweilige Hardware kompatibel ist.

Im September sollen die ersten Systemhäuser mit Windows XP Media Center beliefert werden, erste Produkte erwartet Microsoft im November.

Microsoft erweitert Konzept für Media Center PCs (PC-WELT Online, 09.01.2004)

Offensive für den Couch-PC: Windows Media Center & Co. (PC-WELT Online, 01.12.2003)

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