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MS-Prozess: Regierung bleibt hart

Wenige Tage vor dem Urteil im Microsoft-Kartellprozess bleiben die Fronten verhärtet. Das US-Justizministerium lehnte am Montag praktisch alle neu formulierten Vorschläge des Software-Riesen zu den geplanten Auflagen ab. Das Urteil wird am Freitag nach Börsenschluss erwartet.

Wenige Tage vor dem Urteil im Microsoft-Kartellprozess bleiben die Fronten verhärtet. Das US-Justizministerium lehnte am Montag praktisch alle neu formulierten Vorschläge des Software-Riesen zu den geplanten Auflagen ab. Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, machte die Regierung in ihrem revidierten Antrag nur geringfügige Änderungen - in den entscheidenden Punkten gab sie dagegen nicht nach. Ein Microsoft-Sprecher sprach daher von " rein kosmetischen Änderungen".

Die Regierungsanwälte lehnten unter anderem den Vorschlag ab, Microsoft mehr Zeit zur Vorbereitung der Aufteilung in zwei Unternehmen zu geben. Microsoft wollte im Falle eines entsprechenden Urteils zwölf Monate Zeit haben - der Regierungsvorschlag sieht vier Monate vor.

Microsoft hat nun bis Mittwochvormittag (Ortszeit) Zeit, eine letzte Reaktion auf den Regierungsantrag einer Zerschlagung des Unternehmens zu geben. Danach könnte der Richter sofort entscheiden. Viele Experten halten einen Urteilsspruch nach Börsenschluss am Freitag für wahrscheinlich. (PC-WELT, 06.06.2000, dpa/ sp)

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