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MS-Prozess: Aufteilung in 3 Firmen?

Im Microsoft-Prozess neigt der Richter offenbar immer deutlicher zu einer Zerschlagung des Software-Riesen. Er deutete jetzt sogar an, dass ihm eine Aufteilung in zwei Unternehmen nicht weit genug gehe. Statt dessen denkt er darüber nach, den Konzern in drei Firmen aufzuteilen.

Im Microsoft-Prozess neigt Richter Thomas Penfield Jackson offenbar immer deutlicher zu einer Zerschlagung des Software-Riesen. Wie die Online-Ausgabe der Washington Post berichtet, deutete Jackson sogar an, dass ihm eine Aufteilung in zwei Unternehmen nicht weit genug gehe. Statt dessen denkt er darüber nach, den Konzern in drei Firmen aufzuteilen.

Die Anwälte der Regierung haben bis Freitag Zeit, ihre Vorschläge neu zu formulieren. Microsoft hat nach Angaben des Fernsehsenders CNN dann ebenfalls 48 Stunden, um auf den neu formulierten Vorschlag zu reagieren. Das Urteil könnte bereits am Dienstag gefällt werden. Es kann jedoch genauso gut sein, dass sich der Richter Penfield Jackson noch Wochen oder gar Monate Zeit lässt.

Den Antrag Microsofts, das Verfahren um mehrere Monate zu vertagen, hatte Jackson zuvor abgelehnt. Der Software-Hersteller hatte argumentiert, er brauche diese Zeit, um sich angemessen auf die Anträge des Justizministeriums und 17 US-Staaten zur Zerschlagung des Unternehmens vorbereiten zu können. (PC-WELT, 25.05.2000, dpa/ sp)

Microsoft: Zerschlagung schadet Wirtschaft (PC-WELT Online, 24.5.2000)

US-Regierung besteht auf Zerschlagung Microsofts (PC-WELT Online, 18.5.2000)

Nachteile durch Microsoft-Spaltung (PC-WELT Online, 9.5.2000)

Microsoft will Windows-Code offen legen (PC-WELT Online, 8.5.2000)

Microsoft soll zweigeteilt werden (PC-WELT Online, 29.4.2000)

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