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MP3.com erneut verklagt

17.11.2000 | 11:43 Uhr |

Dem Internet-Musik-Dienst MP3.com steht erneut Ärger ins Haus. Nur zwei Tage nach dem außergerichtlichen Vergleich mit dem weltgrößten Musik-Konzern Universal Music Group wurde nun erneut Klage gegen den Internet-Dienst einreicht.

Dem Internet-Musik-Dienst MP3.com steht erneut Ärger ins Haus. Nur zwei Tage nach dem außergerichtlichen Vergleich mit dem weltgrößten Musik-Konzern Universal Music Group reichten das Label Unity Entertainment und andere Rechteinhaber wegen Copyright-Verletzungen erneut Klage gegen den Internet-Dienst ein.

Wie ein Sprecher am Donnerstag in Los Angeles mitteilte, wollen die Musikverleger durch eine Sammelklage beim dortigen US-Distriktgericht Schadensersatz von dem kalifornischen Musik-Dienst einfordern.

"Im Namen sowohl der Verbraucher, wie der Künstler sind wir enttäuscht über diese Klage, zumal wir durch die Vereinbarung von Lizenzabkommen mit den fünf führenden Musik-Konzernen Fortschritte gemacht haben", sagte MP3.com-Chef Michael Robertson in einer Erklärung.

Erst vor zwei Tagen hatte sich die Internetfirma in dem vorerst letzten noch ausstehenden Verfahren mit dem weltgrößten Musik-Konzern, der Universal Music Group, darauf geeinigt, an das zur Seagram Company gehörende Unternehmen 53,4 Millionen Dollar Schadenersatz und Anwaltskosten zu zahlen.

Im Gegenzug erklärte sich Universal bereit, seine Musikstücke für den Internet-Service My.MP3.com zu lizenzieren. Mit vier anderen Labels - Sony Music Group, Time Warners Warner Music Group, EMI Recorded Music und Bertelsmanns BMG Entertainment - hatte sich die Musikfirma aus San Diego bereits zuvor außergerichtlich geeinigt.

Musikfans können über das Internet-Angebot von MP3.Com Musikstücke online von jedem Ort der Welt abhören. Die Nutzer müssen dabei allerdings einmalig nachweisen, dass sie die entsprechende CD besitzen.

Der Rechtsstreit um den digitalen Austausch von Musikstücken hat enorme Bedeutung für die Musik- und die Internet-Branche. Die großen, weltweit agierenden Musik-Unternehmen arbeiten unterdessen daran, das Kompressionsverfahren MP3 für den eigenen Handel über das weltweite Datennetz selbst zu nutzen. (PC-WELT, 17.11.2000, dpa/ pk)

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