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MP3-Tool illegal?

Die "Recording Industry Association of America" (RIAA) hat d

Die "Recording Industry Association of America" (RIAA) hat die US-Firma Napster wegen Copyright-Verstößen verklagt. Der Vorwurf: Napster hat ein Programm auf seine Website gestellt, das Chat-Funktionen mit einer MP3-Download-Funktion verbindet. Damit können die Besucher MP3-Dateien untereinander austauschen und herunterladen.

Die RIAA steht auf dem Standpunkt, Napster habe durch das Bereitstellen der Tauschplattform "ein Paradies für MP3-Piraten" geschaffen. Die Napster-Software ermutige die Anwender, sich Millionen von Raubkopien aus dem Netz herunterzuladen und ihre Musikarchive anderen zum Kopieren zur Verfügung zu stellen. Der Verlegerverband fordert daher das bei Copyright-Verstößen höchstmögliche Strafmaß: Je 100.000 Dollar für jedes illegale Stück.

Auch Musiker und Musik-Manager kritisierten Napster. "Das ist die heimtückischste Website, die ich je gesehen habe", so ein bekannter Verleger.

Napster reagierte auf die Vorwürfe mit Erstaunen. Angeblich war sich das Unternehmen nicht bewußt, dass es die Verbreitung von Raubkopien fördere. Auf seiner Homepage stehe auch der Hinweis darauf, dass das Kopieren und Verteilen von MP3-Dateien, an denen man keine Rechte hat, gegen das Gesetz verstoße. Außerdem sei der Austausch von MP3-Dateiens in Newsgroups ja auch nicht verboten. Und schließlich befinde sich die Software noch im Betatest (PC-WELT, 9.12.99, sp).

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