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MODS-Disk: Bis zu 1 Terabyte Speicherkapazität

28.09.2004 | 10:18 Uhr |

Forscher des Imperial College London haben ein optisches Speichermedium entwickelt, das bis zu ein Terabyte an Daten speichern kann, aber genauso groß ist wie eine herkömmliche CD oder DVD.

Forscher des Imperial College London arbeiten derzeit an einem optischen Speichermedium, gegen das selbst Blu Ray ziemlich blass aussieht. Mit Hilfe der so genannten MODS-Disk (Multiplexed Optical Data Storage) ist es möglich, bis zu ein Terabyte an Daten zu speichern. Genug für bis zu 472 Stunden Film. Dabei ist das Medium genauso groß wie eine herkömmliche CD oder DVD.

Den Entwicklern zufolge würde die Herstellung der kleinen Speicherriesen in etwa so viel kosten, wie die einer normalen DVD und auch die nötigen Abspielgeräte wären abwärtskompatibel zu CD und DVD.

Um die maximale Speicherkapazität von einem Terabyte zu erreichen, verfügt jede MODS-Disk pro Seite über zwei Layer, die jeweils mit 250 Gigabyte befüttert werden können. Um diese Kapazität, die rund zehn Mal höher als bei Blu Ray ist, zu erreichen, haben die Forscher um Dr. Török ein neuartiges Speicherverfahren entwickelt.

Bei herkömmlichen CDs oder DVDs werden Informationen über kleine Vertiefungen (Pits) gespeichert. Jede Pit steht dabei für ein Bit. Das Team um Dr. Török hat nun eine Technik entwickelt, bei der pro Pit bis zu zehn Mal mehr Informationen gespeichert und ausgelesen werden können. Erreicht wird dies durch asymmetrische Pits, in die eine Art Stufe in einem von 332 unterschiedlichen Winkeln integriert ist. Über die Lichtreflexion kann dann exakt bestimmt werden, welche Information die Pit enthält.

Die Entwickler gehen davon aus, dass die MODS-Disk zwischen 2010 und 2015 in den Regalen stehen könnten, allerdings hängt dies davon ab, ob solvente Partner gefunden werden, die das Projekt weiter finanzieren, so Dr. Török.

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