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MIT: Per WLAN Vitalwerte durch Wände messbar

16.06.2014 | 11:41 Uhr |

Fitness-Gadgets sind im Trend. Als Alternative dazu stellen Forscher des MIT eine neue Technik vor, mit der sich der Puls und Atem von Personen mit WLAN durch Wände hindurch messen lässt. Die Einsatzgebiete sind vielfältig.

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) stellen auf ihrer Website eine neue, interessante Technik vor. Mit ihr lassen sich per WLAN durch Wände hindurch die Herzfrequenz und der Atem einer Person messen. Die Nutzung von Baby-Monitoren und Fitness-Gadgets werde dadurch hinfällig und auch die Strafverfolgungsbehörden könnten die Technik für das Durchsuchen von Gebäuden verwenden.

Die Technik befindet sich laut Angaben der Forscher seit einem Jahr in der Entwicklung. Ursprünglich war es das Ziel über WLAN durch Wände hinweg Bewegungen zu entdecken. Mittlerweile sei die Erkennung dieser Bewegungen so fein, dass selbst die Bewegungen des Brustkorbs einer Person erkannt werden könnte. Daraus ließe sich dann mit einer Genauigkeit von 99 Prozent der Puls der betreffenden Person errechnen. Ein großer Vorteil sei, dass der Einsatz der Technik äußerst günstig sei. Sie könnte sich in Zukunft etwa dazu einsetzen, um in einem Raum ein Baby zu überwachen. Für die Polizei. Rettungskräfte und das Militär sei dagegen eher interessant, dass die Technik so weit verfeinert wurde, dass sich bis zu vier unterschiedliche Personen hinter einer Wand erkennen lassen und verfolgen lassen.

Das System arbeite mit einem WLAN-Signal und misst dessen Reflexionen, sobald es auf einen menschlichen Körper trifft und dadurch wieder zurückgesendet wird. Das größte Problem sei es gewesen, die Reflexionen einer Personen von den Reflexionen all der vielen Gegenstände in einem Raum herauszufiltern. Eine Herausforderung sei es dann gewesen, die Messung so exakt zu gestalten, dass selbst die Bewegungen des Brustkorbs gemessen werden können. In der Zukunft soll die Technik noch weiter verfeinert werden, so dass auch auch höher aufgelöste Informationen gemessen werden können. Dank dieser zusätzlichen Informationen, so die Forscher, könnte man auch herausfinden, welche Emotion die Person hinter einer Wand gerade habe.

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