MID

Erstes Atom-Notebook wird teurer

Montag, 14.04.2008 | 12:34 von Hans-Christian Dirscherl
Die Nebelschleier rund um die ersten Mini-Notebooks mit Intels neuem Atom-Prozessor lüften sich. Das erste dieser so genannten Mobile Internet Devices (MID) will Sharp im Juni auf den Markt bringen. Es läuft allerdings mit Windows Vista Home Premium anstelle des meist für MIDs propagierten Linux und kostet deutlich mehr, als man eigentlich von einem MID-Gerät erwartet.
Sharp Willcom D4 ultramobile PC
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© 2014

Das erste mit einem Intel Atom-Prozessor bestückte Mini-Notebook hört auf den Namen "Willcom D4 ultramobile PC" und kommt von Hersteller Sharp. Doch es unterscheidet sich deutlich von den üblichen Merkmalen, die man gemeinhin mit der neuen Geräteklasse der Mobile Internet Devices (MID) verbindet: Es besitzt größere Abmessungen, läuft mit Windows Vista Home Premium und kostet dementsprechend auch mehr.

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Der "Willcom D4 ultramobile PC" wird von Sharp produziert. Als Verkaufspreis nennen unsere Kollegen vom IDG-Newsservice 910 US-Dollar, also zirka 546 Euro. Allerdings ist dieser Preis an einen Zweijahres-Vertrag mit einem Internet/Telefon-Provider gekoppelt, durch den zusätzliche Kosten entstehen. Sharp will den Verkauf in Japan Mitte Juni beginnen.

Der D4 misst 8,4 x 19,2 x 2,6 cm und wiegt 470 Gramm (zum Vergleich der bereits erhältliche EEE PC: 22,5 x 16,5 x 3,5 cm). Ein 1,33-GHz-Atom-Prozessor sorgt für die Rechenleistung und kann dabei auf 1 GB RAM zugreifen. Das Widescreen-Display ist nur 5 Zoll groß (1024 x 600 Pixel), die Festplatte ist 40 GB groß. Das Gerät unterstützt das Willcom PHS (Personal Handyphone System)-Netzwerk, Wi-Fi und Bluetooth. Die Tastatur lässt sich herausschieben. Zur Softwareausstattung gehört darüber hinaus Microsoft Office Personal 2007 und Powerpoint 2007.

Auch wenn der "Willcom D4 ultramobile PC" von Sharp mit Windows Vista läuft, so dürften die meisten kommenden MIDs eher mit Linux bestückt und deutlich preiswerter sein . Denn Vista stellt größere Ansprüche an die Hardware-Ausstattung, was den Preis für ein MID in die Höhe treibt und verursacht zudem Lizenzkosten für das Betriebssystem. Das wiederum passt aber nicht zur Zielsetzung vieler Hersteller, die mit möglichst preiswerten MIDs in erster Linie Einsteiger oder PC-Besitzer ansprechen wollen, die ein mobiles Zweigerät suchen. Deshalb hat Microsoft kürzlich beschlossen, Windows XP als Betriebssystem für diese spezielle Gerätegruppe auszuliefern, um Linux dieses Feld nicht allein zu überlassen.

Montag, 14.04.2008 | 12:34 von Hans-Christian Dirscherl
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