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MFD erhält DMB-Lizenzen von Bayern und Sachsen-Anhalt

Die Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH erhält die DMB-Lizenzen in den Bundesländern Bayern und Sachsen-Anhalt.

Mitte März berichteten wir über die Pläne debitels, in Kooperation mit der Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH (MFD) noch bis zur Fußball-Weltmeisterschaft mobiles Fernsehen mittels dem Fernsehstandard Digital Media Broadcasting (DMB) auf den Markt zu bringen. Nun nehmen diese Pläne nach der kürzlich bekanntgegebenen Entscheidung der Bayerischen Landesmedienbehörde, kurz BLM, und dem Beschluss der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) immer weiter Formen an. Demnach sind die rechtlichen Grundlagen für "echtes" mobiles Fernsehen in mehr als zwei Dritteln der Bundesländer geschaffen.

Die Entscheidungen der BLM und MSA folgen dabei der Empfehlung einer länderübergreifenden Expertenkommission vom Februar, die den debitel-Partner MFD als Betreiber des Mobilen Fernsehens im DMB-Standard vorgeschlagen hatte. Zuvor hatten Baden-Württemberg, die gemeinsame Medienbehörde Berlin/Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, das Saarland und Thüringen diese Empfehlung bereits in Beschlüsse zu Gunsten der MFD umgesetzt.

Im Gegensatz zur Videoübertragung per UMTS erlaubt DMB die Ausstrahlung von TV-Programmen an eine unbegrenzte Zahl von Zuschauern bei hoher digitaler Qualität. Durch die technische Nähe zum bestehenden DAB-Rundfunkstandard und dessen existierendes Sendernetz ist ein schneller Ausbau der DMB-Empfangsgebiete möglich. Ob eine zeitgleiche Programmübertragung an alle Abonennten des mobilen Fernsehens die Funknetze nicht überlasten würde, wie dies eine Studie des britischen Marktforschers Datamonitor ergab, bleibt wohl noch spekulativ: Derzeit läuft ein nicht-öffentlicher Testbetrieb in Berlin und Köln; im Mai soll das Mobile Fernsehen in fünf deutschen Großstädten starten.

Dann nämlich will debitel das mobile Fernsehen mit einem interessanten Gesamtpaket anbieten, zu dem das TV-Handy Samsung SGH-P900 und der Empfang von mindestens vier Fernsehprogrammen gehören. Die Programme werden in Zusammenarbeit mit dem ZDF, MTV und der ProSieben-Sat.1-Gruppe erstellt. Zusätzlich ist der Empfang von Hörfunkprogrammen in digitaler Qualität möglich.

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