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Menschliche Bewegungen laden Handy-Akku

Ein Akku, der sich allein durch Bewegung wieder auflädt, könnte schon bald im Handel erscheinen. Das Unternehmen M2E Powers hat jetzt einen solchen Zusatzakku für mobile Endgeräte vorgestellt. Die Technologie soll für den Einsatz in Handys oder GPS-Geräten optimiert werden.

Das Start-Up M2E Power hat einen Zusatzakku für Handys und andere mobile Endgeräte wie MP3-Player oder Navigationsgeräte entwickelt, der mit Bewegungsenergie wieder aufgeladen wird. Die Box muss dazu einfach nur in der Hosentasche oder dem Rucksack mitgenommen werden. Nach sechs Stunden Bewegung liefert sie genug Energie, um ein Handy soweit aufzuladen, dass der Nutzer 30 bis 60 Minuten damit telefonieren kann. Das Gerät soll 2009 marktreif sein.

Im Innern des Ladegerätes befinden sich Magnete und Spulen, die durch Bewegung einen Strom erzeugen, der in einem Lithium-Ionen-Akku gespeichert wird. Die Stromerzeugung beruht auf dem klassischen Prinzip der elektromagnetischen Induktion, die Technologie wurde aber soweit optimiert, dass auch die langsamen Bewegungen des Menschen noch eine ausreichende Ladung erzeugen. Wer sich nicht auf seine Fitness verlassen möchte, kann den Zusatzakku auch an der Steckdose aufladen.

Die Technik, mittels menschlicher Bewegungsenergie Strom zu erzeugen, wurde an der Universität von Boise (Idaho) in den USA entwickelt. Aus dem Forschungsprojekt ist auch das Unternehmen M2E Power hervorgegangen. Es gebe bereits Gespräche mit Handyherstellern über selbstaufladende Akkus für das Handy, doch bis derartige Produkte auf dem Markt erscheinen, werden mindestens zwei Jahre vergehen, sagte Unternehmens-Chef David Rowe dem Technikblog cnet.com .

Andere Unternehmen wie Sony oder Angstrom, versuchen mit Brennstoffzellen die Laufzeit von mobilen Endgeräten zu verlängern. Solarzellen stehen ebenfalls hoch im Kurs. Hama baut in seine Bluetooth-GPS-Empfänger ebenso Solarzellen ein wie das finnische Unternehmen Iqua in sein Bluetooth-Headset Iqua Sun. Doch auch die Akkus werden immer besser. Die Wissenschaftler von der Stanford University haben die Laufzeit von Lithium-Ionnen-Akkus verzehnfacht, in dem sie Nanodrähte aus Silizium einsetzen. Die Technologie ist allerdings noch weit von der Serienreife entfernt.

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