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Lycos rechnet mit weiter sinkenden Preisen für DSL

Das Internetunternehmen erwartet, dass die Preise für schnelle Internetzugänge weiter sinken werden.

Lycos Europe erwartet, dass die Preise für schnelle Internetzugänge weiter sinken werden. "Es würde mich wundern, wenn der Preisdruck nachlässt", sagte Lycos -Vorstandschef Christoph Mohn dem "Tagesspiegel" (Montag).

Wegen der fallenden Preise und damit sinkenden Margen für die Anbieter seien die Internetzugänge, "nicht das Geschäft, wo wir von hohen Renditen ausgehen können". Dennoch werde sich Lycos Europe weiter an dem Wettbewerb beteiligen. "Der Internetzugang ist für uns ein Produkt, das der Kundenbindung dient."

Wachstum erwartet das Internetunternehmen, das in zehn Ländern Europas vertreten ist, aus anderen Geschäftsbereichen. "Eines unserer Wachstumsfelder ist Online-Shopping", sagte Mohn. "Der Markt wächst je nach Region in Europa um 20 bis 60 Prozent. Und wir wachsen schneller als der Markt."

Mohn erwartet auch, dass die Werbeumsätze wieder anziehen. Seit es in Deutschland nun einen einheitlichen Standard gebe, wie man die Zahl der Besucher auf Web-Seiten misst, sei es für die Werbetreibenden einfacher zu ermitteln, wofür sie ihr Geld ausgeben. "Das wird dem Werbemarkt in Deutschland sehr helfen und für gutes zweistelliges Wachstum sorgen", sagte Mohn.

Im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms baut Lycos Europe in diesem Jahr europaweit 200 Stellen ab. In Deutschland würden jedoch rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt, sagte Mohn.

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