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Lulzsec-Hacker bekennen sich vor britischem Gericht schuldig

11.04.2013 | 05:01 Uhr |

Vor einem britischen Gericht haben sich heute mehrere Mitglieder der Hacker-Gruppe Lulzsec schuldig bekannt. Die Organisation zeichnete vor zwei Jahren für diverse Angriffe auf Strafverfolgungsbehörden und Unternehmen wie Sony verantwortlich.

Nachdem Lulzsec mehrere Monate lang bei kommerziellen Website-Betreibern, Strafverfolgungsbehörden und Unternehmen Angst und Schrecken verbreitet hatte, löste sich die Hacker Gruppe im Juli 2011 auf. Mit diesem Schritt konnten sich die Mitglieder jedoch nicht vor der Justiz verstecken. Fast ein Jahr später wurden in den USA, Irland und England sechs Lulzsec-Führungsmitglieder verhaftet.

Vier von ihnen mussten sich in dieser Woche vor einem britischen Gericht für ihre Taten verantworten. Der 26-jährige Ryan "kayla" Ackroyd und seine Komplizen bekannten sich schuldig, Angriffe auf Websites geplant und gemeinsam durchgeführt zu haben.

Zu den spektakulären Aktionen der Gruppe gehörten unter anderem Hacks der Server von Sony Pictures, Nintendo, der beiden Sicherheitsunternehmen HBGary und InfraGard sowie des Fernsehsenders PBS. Zu den Zielen von Lulzsec zählten außerdem die CIA und die britische Strafverfolgungsbehörde SOCA. Bei den Angriffen wurden meist Nutzerdaten erbeutet und anschließend im Internet veröffentlicht.

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Das Urteil für die vier Hacker wird voraussichtlich am 14. Mai 2013 im Southwark Crown Court in London fallen. Den Lulzsec-Mitgliedern droht eine Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis, Experten erwarten jedoch nur zwei bis drei Jahre.

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