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LulzSec-Hacker zu Gefängnisstrafen verurteilt

17.05.2013 | 18:04 Uhr |

Vier Mitglieder der Hacker-Gruppe LulzSec wurden heute von einem Londoner Gericht zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Prozess um vier Mitglieder der Hacker-Gruppe LulzSec hat in dieser Woche in Großbritannien ein vorläufiges Ende gefunden. Ryan Cleary, Jake Davis, Mustafa al-Bassam und Ryan Ackroyd waren in den vergangenen Jahren an mehreren Angriffen auf Unternehmen beteiligt, darunter auch Sony Pictures und der Spiele-Publisher Electronic Arts.

Nach einer mehrmonatigen Verhandlung wurde Cleary zu 32 Monaten Gefängnis verurteilt. Der junge Mann muss sich zudem auf weitere Verfahren wegen verdächtiger Fotos von Kindern einstellen, die auf seiner Festplatte gefunden wurden. Davis sieht sich einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren gegenüber, Ackroyd muss hingegen für 30 Monate hinter Gittern. Lediglich al-Bassam wurde ein milderes Urteil zugestanden. Er bekam 20 Monate auf Bewährung.

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Die Aktionen der Gruppe wurden vom Staatsanwalt als „feige und rachsüchtig“ bezeichnet. Der Fall soll anderen Cyber-Kriminellen als abschreckendes Beispiel dienen und ihnen vor Augen führen, dass sie nicht unverwundbar seien. Ackroyd gilt als Anführer der Hacker und habe mögliche Ziele ausgesucht. Davis habe als seine rechte Hand agiert, während Cleary für die Beschaffung der Software verantwortlich war und al-Bassam die gestohlenen Daten im Internet veröffentlichte.

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