Hacker-Gruppe

LulzSec-Hacker verteidigen Veröffentlichung der Userdaten

Montag, 20.06.2011 | 10:41 von Hans-Christian Dirscherl
Bildergalerie öffnen Die Website der LulzSec-Hacker
Die Hackergruppe LulzSec hat in einer ausführlichen und sehr selbstbewussten Stellungnahme erklärt, weshalb sie die erbeuteten Daten veröffentlicht.
LulzSec hackt sich seit einigen Wochen durch die unterschiedlichsten Server. Und veröffentlicht meist die dabei erbeuteten Daten. Und setzt Internetnutzer damit ziemlich unter Druck, wie das Beispiel der veröffentlichten Nutzerdaten für einen Pornostreaming-Dienst zeigt. Die rabiate Vorgehensweise von Lulzsec sorgt zunehmend für Empörung, besonders unter Online-Spielern. Darauf haben die Hacker nun mit einer Stellungnahme auf Ihrer Website reagiert. In gewohnt ironisch-derber Weise.
 
Lulzsec betont, dass es von Vorteil sei, wenn man die erbeuteten Daten ins Internet stellen würde. Das würde den Betroffenen die Gelegenheit geben, darauf zu reagieren. Andersherum gesehen: Würde Lulzsec die erbeuteten Date nicht veröffentlichen, so könnten die Hacker diese heimlich für betrügerische Zwecke benutzen. Und unerkannt in den Datenschätzen FBI-naher Einrichtungen , in den Benutzerdaten von Sony und in den Daten anderer Unternehmen herumwühlen. Andere Hacker würden nämlich genauso vorgehen, nämlich ihre erbeuteten Datenschätze heimlich ausnutzen.

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Lulzsec stellt die nicht unberechtigte Frage, ob man sich als Internetnutzer denn sicher fühle mit seinem Facebook-, Googlemail oder Skype-Account? Woher nehme man denn die Gewissheit, dass nicht irgendein Hacker sich Zugang verschafft hat und sich gezielt Opfer aussucht beziehungsweise die erbeuteten Daten heimlich verkauft? Das sollten die User fürchten – und nicht die Vorgehensweise von Lulzsec!
 
Angeblich besitzt Lulzsec auch die Zugangsdaten von 200.000 Spielern des Multiplayer-Shooters Brink. Diese wolle man aber nicht veröffentlichen. Die Brink-Benutzer haben somit Zeit, ihr Passwort zu ändern. Lulzsec betont, dass ihnen das Hacken einfach Spaß mache.

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Montag, 20.06.2011 | 10:41 von Hans-Christian Dirscherl
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