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Deutsche sind ganz groß im Schwindeln

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat einer Studie zufolge schon einmal im Netz geschwindelt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Oft steckt hinter den Unwahrheiten und falschen Identitäten im World Wide Web die Angst vor Online-Angriffen.

Lügen ist verpönt? Nicht so im Internet. Vor allem die Deutschen greifen hier auffällig oft zu Unwahrheiten: Über die Hälfte haben online schon mal gelogen, 53 Prozent sogar eine falsche Identität benutzt – so das Ergebnis des Norton Cybercrime Report . Doch die Motivation ist häufig mehr als verständlich, denn die Angst vor anonymer Online-Kriminalität wächst. Die meisten Internet-Nutzer fühlen sich gegenüber den Angriffen aus dem Netz machtlos und zum tatenlosen Zuschauen verurteilt. Der Griff in die Märchenkiste soll gewährleisten, dass man online anonym und dadurch auch weniger anfällig für Belästigungen ist.

Online-Kriminalität ist im Bewusstsein der Internetnutzer angekommen: 9 von 10 Deutschen machen sich über dieses Thema Gedanken und nur ein verschwindend geringer Teil von 3 Prozent glaubt, nicht zum Opfer von Cyberkriminellen werden zu können. 88 Prozent der Befragten glauben nicht, dass die verantwortlichen Cyberkriminellen jemals zur Rechenschaft gezogen werden.

Gleichzeitig ergreifen immer noch viel zu wenige Betroffene Maßnahmen, die zur Überführung der Täter notwendig sind. Nur jeweils die Hälfte der Opfer schaltet die Polizei ein oder ändert das eigene Online-Verhalten. Das macht es für Onlinediebe einfacher, ungestraft davon zu kommen und die Cyberkriminalitätsraten in die Höhe schnellen zu lassen: Laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik des BKA wurden im vergangenen Jahr erstmals über 200.000 Straftaten registriert, die im Internet begangen wurden, fast 25 Prozent mehr als noch 2008.

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