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Manuscriptum Rechner Nr. 1

22.10.2007 | 14:56 Uhr |

Manufactum dürfte so manchem als Anbieter hochwertiger, mitunter auch kurioser Gebrauchs- und Freizeitgüter ein Begriff sein. Das Unternehmen mit Sitz in Waltrop verkauft aber nicht nur Tischkicker für fast 2500 Euro, stromlos betriebene Espresso-Maschinen und Edelschokolade, sondern neuerdings auch einen fast schon sagenhaft sparsamen Linux-PC. Der Manuscriptum Rechner Nr.1 ist gerade einmal so groß wie ein Taschenbuch, kommt ohne Lüfter aus und beeindruckt mit einer Leistungsaufnahme von nur zwölf Watt.

Der Manuscriptum Rechner Nr. 1 wird in der günstigsten Version mit Debian-Linux und KDE-Oberfläche verkauft. Wie gehabt sind wichtige Werkzeuge wie Openoffice.org, PDF-Reader und Firefox mit an Bord. Das metallic-farbene Edelstahlgehäuse misst gerade einmal 18 x 11,2 x 4,8 cm. An der Vorderseite gibt es es ebenso zwei USB-2.0-Anschlüsse wie an der Gehäuse-Rückseite, wo sich auch zwei PS/2-Anschlüsse befinden. Außerdem sind zwei Netzwerkanschlüsse RJ-45 (10/100 MBit) und drei Audio-Aus- und Eingänge, VGA-Port und serielle Schnittstelle vorhanden. Eine DVI-Buchse fehlt.

Auf dem nicht näher bezeichneten Industriemotherboard sind die Komponenten fest aufgelötet, darunter unter anderem der 500-MHz-Stromsparprozessor Geode LX800 von AMD mit Award-BIOS. Standardmäßig sind magere 512 MB Arbeitsspeicher verbaut. Der Geode-Chip ist ein speziell fürs Strom sparen optimierter Mikroprozessor, der eigentlich für PDAs, Thin Clients und Set-Top-Boxen gedacht ist, aber eben auch Windows XP und Linux unterstützt. Das Edelstahlgehäuse leitet laut Manufactum die Wärme lüfterlos ab, was einen nahezu geräuschfreien Betrieb ermöglicht. Den Stromverbrauch gibt Manufactum mit sagenhaften zwölf Watt an - das wäre wirklich Green IT.

Als Festplatte kommt ein 2,5-Zoll-Laufwerk mit einer Kapazität von 80 GB (5400 U/min, 12 ms Zugriffszeit) zum Einsatz. Der Grafikchip sitzt on-board, er liefert eine maximale Auflösung von 1920 x 1400 Bildpunkten. Bastler dürften mit dem knapp dimensionierten Komplett-PC allerdings wenig anfangen können, auch Daddlern wird die schwache Rechen- und Grafikleistung nicht gefallen.

Wer dagegen nur eine leise und stromsparende Surf- und Büromaschine sucht, die zudem wenig Platz weg nimmt, könnte schon eher an dem Manuscriptum Rechner Nr. 1 Gefallen finden. Der Rechner lässt sich zudem leicht transportieren, weil er nur 920 Gramm wiegt.

Den Manuscriptum Rechner Nr. 1 (der von christmann informationstechnik+medien produziert wird) kostet mit vorinstalliertem Debian und KDE 449 Euro. Vista-Verweigerer aufgepasst: Für 499 Euro gibt es auch eine Variante mit vorinstalliertem Windows XP (mit den beiden Bootvarianten "Minimal ohne Netz" und "Netzwerk"). Außerdem bietet Manufactum den Manuscriptum Rechner Nr. 1 auch noch mit 1 GB Arbeitsspeicher für 549 Euro sowie mit 1GB RAM und zusätzlichen Programmen (Web-Recherche Professional, Citavi Pro und elektronischer Zettelkasten) für 649 Euro an. Die Auslieferung erfolgt ab dem 1. November 2007.

Im Preis sind 2 Jahre Bring-In-Garantie enthalten, die sich gegen 50 Euro auf drei Jahre Garantie erweitern lassen.

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