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Eine Woche mit vielen Sicherheits-Updates

16.04.2010 | 16:42 Uhr |

In dieser Woche haben unter anderem Microsoft und Adobe, Apple und Oracle teils umfangreiche Updates bereit gestellt, um kritische Sicherheitslücken in ihren Produkten zu schließen.

Für die meisten Windows-Anwender dürfte der Microsoft Patch Day am 13. April der wichtigste Update-Termin dieser Woche gewesen sein. Microsoft hat elf Security Bulletins veröffentlicht , um 25 teils als kritisch eingestufte Sicherheitslücken zu behandeln. Laut Microsoft sollten die Updates aus den Security Bulletins MS10-019, MS10-026 und MS10-027 vordringlich, also so bald wie möglich installiert werden.

Am gleichen Tag hat Adobe seine PDF-Produkte Reader und Acrobat aktualisiert. Die Versionen 9.3.2 und 8.2.2 schließen 15 Sicherheitslücken der Vorversionen. Die meisten Schwachstellen können es einem Angreifer ermöglichen schädlichen Code einzuschleusen. Betroffen sind neben den Windows- auch die Mac- und Unix-Versionen der Programme.

Das vor allem als Datenbankhersteller bekannte Unternehmen Oracle hat am Dienstag ebenfalls ein sehr umfangreiches Update-Paket bereit gestellt. Es beseitigt 47 Schwachstellen in diversen Produkten, darunter neben der eigenen Datenbank auch Solaris, das Unix-Derivat von Sun. Am Donnerstag hat Oracle noch die neue Java-Version 1.6.0_20 (Java 6 Update 20, 6u20) nachgeschoben, um eine bereits für Angriffe ausgenutzte Lücke zu stopfen.

Apple hat das Sicherheits-Update 2010-003 veröffentlicht. Es ist drastisch kleiner als sonst bei Apple üblich, denn es beseitigt lediglich eine Schwachstelle in Mac OS X. Diese ist durch Charlie Miller entdeckt und beim Hacker-Wettbewerb Pwn2own Ende März genutzt worden, um zum dritten Mal in Folge ein Preisgeld einzuheimsen.

Wer unter der Woche nicht dazu gekommen ist, sollte das Wochenende nutzen, um die für ihn relevanten Sicherheits-Updates zu installieren. Online-Kriminelle warten mit ihren Web-Angriffen nicht, bis alle potenziellen Opfer ihre Rechner auf den letzten Stand gebracht haben.

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