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Loveletter per Fax

16.05.2000 | 22:05 Uhr |

Der verheerende "Loveletter-Virus" verschickt sich nicht nur via Mail. Wie die US-Zeitung "New York Times" berichtet, wurde erst jetzt bekannt, dass der Mail-Wurm seine Opfer in verschiedenen Fällen per Fax erreichte. Besonders pikant: Ein Fax dieser Art stammt aus der Microsoft-Pressestelle.

Der verheerende "Loveletter-Virus" verschickt sich nicht nur via Mail. Wie die US-Zeitung "New York Times" berichtet, wurde erst jetzt bekannt, dass der Mail-Wurm seine Opfer in verschiedenen Fällen per Fax erreichte. Natürlich ist er in dieser Form unschädlich, außer dass er Faxpapier verschwendet.

So erhielt ein amerikanischer Computer-Journalist ein Fax mit der falschen Liebesnachricht. Absender der Fernkopie war die Pressestelle von Microsoft. Das Deckblatt trug den Betreff "Bitte prüfen Sie den angehängten Liebesbrief von mir". Und tatsächlich lagen zwei Seiten des zerstörerischen Codes als Anlage bei. Da der Code als Word-Datei angehängt war, hatte das Faxgerät den Text einfach ausgedruckt.

Der Loveletter-Wurm verschickt sich automatisch an alle im Mail-Adressbuch von Microsoft Outlook eingetragenen Namen. Als der Wurm auf dem Rechner des Microsoft-Büros auf die Faxnummer des Reporters stieß, leitet er sich selbsttätig via Fax an den Journalisten weiter.

"Das ist schon ein außergewöhnlich interessanter Vorfall", kommentierte ein Microsoft-Sprecher das pseudoamouröse Schreiben. "Dieses Fax ist dann wohl die Schlussfolgerung aus der Forderung nach noch mehr technologischer Vernetzung unserer Gesellschaft." (PC-WELT, 16.05.2000, jas)

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