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Longhorn: Die Grafikanforderungen für das Betriebssystem

07.05.2004 | 13:21 Uhr |

Ein neues Betriebssystem bedeutet auch neue Mindestvoraussetzungen hinsichtlich der Hardware. Dasselbe wird auch für Microsofts Longhorn gelten, das in zwei Jahren erscheinen wird. Auf der WinHEC 2004 hat Microsoft zwar noch keine offiziellen Aussagen darüber gemacht, wie ein künftiger Longhorn-PC ausgestattet sein muss. Dafür gab es aber von den Redmondern aktualisierte Informationen darüber, was die Grafikkarte im System beherrschen muss.

Ein neues Betriebssystem bedeutet auch neue Mindestvoraussetzungen hinsichtlich der Hardware. Dasselbe wird auch für Microsofts Longhorn gelten, das in zwei Jahren erscheinen wird. Auf der WinHEC 2004 hat Microsoft zwar noch keine offiziellen Aussagen darüber gemacht, wie ein künftiger Longhorn-PC ausgestattet sein muss. Dafür gab es aber von den Redmondern aktualisierte Informationen darüber, was die Grafikkarte im System beherrschen muss.

Im Jahre 2006 rechnet Microsoft damit, dass Direct-X-7-Grafikkarten nahezu "ausgestorben" sein werden. Wer Longhorn in voller Pracht erleben möchte, der muss mindestens eine DirectX-9-Karte besitzen. Diese wird wegen der neuen Oberfläche "Aero" nötig sein.

Aero wird aus zwei Ebenen bestehen, die Microsoft vor einigen Monaten "Tier 1" und "Tier 2" nannte. Mittlerweile tragen die beiden Ebenen die Namen "Aero" und "Aero Glass".

Aero sitzt direkt an der Grafik-API Avalon von Longhorn. Für Aero wird eine Direct-X-9 kompatible 3D-Grafikkarte mit AGP-4x-Anbindung notwendig sein, in der mindestens 32 Megabyte RAM stecken. Bisherige Versionen von Windows beherrschten die Minimal-Darstellung von 640 x 480 Pixel. Bei Longhorn wird die Mindestauflösung 1.024 x 768 Pixel betragen.

"Aero Glass" kommt bei Systemen zum Einsatz, die eine bessere Grafikkarte als die für Aero notwendige besitzen. Sie bietet Anwendern dabei zahlreiche Grafikeffekte auf dem Desktop. Durch den Einsatz von Effekten soll auch die Lesbarkeit der Bildschirmtexte verbessert werden.

Für "Aero Glass" wird ebenfalls eine Direct-X-9-kompatible 3D-Grafikkarte notwendig sein. Diese sollte aber mindestens 64 Megabyte RAM oder besser noch 128 oder 256 Megabyte Speicher besitzen.

Wer die notwendige Hardware für "Aero" und "Aero Glass" nicht besitzt, wird die Möglichkeit haben, Longhorn in einem "Classic Mode" zu betreiben, der der Oberfläche von Windows 2000 ähneln wird. Für diese Möglichkeit wird sich Microsoft vor allem wegen den zahlreichen Unternehmens-Kunden entschieden haben, die ihre Systeme nur alle paar Jahre auf den neusten Stand bringen.

Wer schon jetzt etwas über die restliche Hardware-Ausstattung wissen möchte, muss die Gerüchteküche bemühen. In der ist unter anderem von einer 4 bis 6 Gigahertz Dual-Core-CPU, zwei Gigabyte RAM, einem Terabyte Festplattenspeicherplatz, 1 Gigabit Ethernet und 802.11g WLAN die Rede. Alles durchaus Komponenten, die in zwei Jahren üblich sein könnten.

Für die Gegenwart und anlässlich der WinHEC bietet Microsoft laut US-Medienberichten allen MSDN-Abonnenten eine aktuelle 180-Tage-Alpha-Version von Longhorn zum Download an, die die Build-Nummer 4074 trägt. Genau diese Version führte Microsoft auch auf der WinHEC 2004 vor.

Longhorn: Wegen Zeitdruck werden Funktionen gestrichen (PC-WELT Online, 13.04.2004)

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