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London und Paris gegen Microsoft

28.11.2001 | 16:45 Uhr |

Microsoft bläst in Europa immer stärker der Wind ins Gesicht. In Frankreich und England werden Forderungen laut, künftig GNU/Linux einzusetzen.

Microsoft bläst in Europa immer stärker der Wind ins Gesicht. In Frankreich und England werden Forderungen laut, künftig GNU/Linux einzusetzen, wie Pro-Linux berichtet.

Atica heißt die in Frankreich für informations- und telekommunikationstechnische Belange der öffentlichen Verwaltungen zuständige Behörde. Diese legt den Verwaltungen nun den Wechsel zu GNU/Linux nahe. Als Gründe werden die Sicherheit und Stabilität der Linux-Systeme genannt. Außerdem hätten Bürger mehr Vertrauen zu offenen Systemformaten.

Die britische Regierung hadert wiederum mit Microsoft, weil der Konzern seine Lizenzgebühren stark erhöht hat, wie unser Schwestermagazin Tecchannel berichtet.

"Abhängig vom System erhöht Microsoft die Lizenzgebühren zwischen 50 und 200 Prozent", erklärt Martin Day, Sprecher des Office of Government Commerce.

Derzeit schlägt der Kauf von Microsoft-Produkten jährlich mit 120 Millionen Pfund zu Buche. Durch die neuen, höheren Lizenzgebühren würde dieser Betrag auf 180 Millionen Pfund steigen, wie Day erläutert.

London verhandelt derzeit über einen Rahmen-Vertrag für die Ausstattung der rund 500.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst Großbritanniens. Sollte keine Einigung mit dem Redmonder Software-Riesen erzielt werden, so wolle die britische Regierung nach anderen Software-Lieferanten für Office- und Betriebssystemen Ausschau halten. Angeblich soll die Suche nach Alternativen bereits in vollem Gang sein.

RedHat kontert Microsoft-Vorschlag (PC-WELT Online, 21.11.2001)

TÜViT-Studie: Windows 2000 besser als Linux (PC-WELT Online, 16.11.2001)

Fürchtet Microsoft Linux? (PC-WELT Online, 13.11.2001)

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