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London ist Hauptstadt der Zombies

21.09.2005 | 14:47 Uhr |

Jeder dritte fremdgesteuerte Computer soll mittlerweile in Großbritannien beheimatet sein.

Die zunehmend gute Versorgung mit breitbandigen Internet-Zugängen in Großbritannien hat zu einem ungewollten Nebeneffekt geführt. Nach einer Untersuchung von Symantec über das erste Halbjahr 2005 steht inzwischen jeder dritte "Zombie-PC" in Großbritannien. Die Hauptstadt London führt die britische Rangliste mit über 150.000 verseuchten Computern an.

Auf Platz zwei liegt nach dieser Statistik die Stadt Winsford in der britischen Grafschaft Cheshire, erst auf dem dritten Platz folgt die südkoreanische Hauptstadt Seoul. Geschätzte ein bis zwei Millionen PCs sind laut Symantec weltweit Teil von Botnets, davon etwa acht Prozent allein in London.

Im ersten Halbjahr 2005 sollen nach Angaben von Symantec jeden Tag im Durchschnitt 10.000 verseuchte PCs online gewesen sein, was einem Zuwachs von mehr als 140 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004 entspräche. Dabei nehmen nach Großbritannien die USA (19 Prozent) und China (7 Prozent) insgesamt die Plätze zwei und drei ein.

London ist mit einer Gesamtbandbreite von 1.1 Terabit/s für internationale Datenverbindungen einer der größten Internet-Knotenpunkte der Welt. Daher sind dort beheimatete Computer für die Täter besonders interessant, die mit den gekaperten PCs zum Beispiel Spam- und PhishinGoogle-Mails versenden oder Angriffe auf Web-Server starten.

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