London

Samsung stellt Series 5 Chromebook vor - die wichtigsten Infos

Donnerstag den 23.06.2011 um 01:42 Uhr

von Benjamin Schischka

© Samsung
In London hat Samsung der europäischen Presse sein neues Netbook vorgestellt und den nahenden Verkaufsstart eingeläutet. Besonderheit am Series 5 Chromebook: Es läuft mit dem neuen Windows-Konkurrenten Chrome OS. Wir waren vor Ort und liefern Ihnen Fakten und Fotos von dem Event.
Nahe der Themse im Londoner Oxo Tower hat Samsung den Startschuss für seine Chromebooks gegeben. Die Atom-Dual-Core-Geräte (N570 1.66GHz, 667MHz, 2 x 512KB) laufen unter dem neuen Betriebssystem Chrome OS. Das startet in 8,8 Sekunden und setzt als Interface auf den Chrome-Browser, ergänzt um einige Feinheiten: ein einfacher Dateimanager etwa und ein Tastatur-Layout, das sich nach Druck auf Strg, Alt und ? öffnet.

Die 16 GB Speicher sind eher als üppiger Zwischenspeicher zu verstehen - Chrome OS setzt voll auf die Cloud, Ihre Daten speichern Sie online ab. Auf Nachfragen gestand Google aber unter gewissen Umständen die Wichtigkeit einer Offline-Funktionalität ein - im Flugzeug etwa. Darum arbeite man auch an Offline-Versionen von Google Mail, Kalender und Texte & Tabellen. Mit diesen sei in einigen Wochen zu rechnen. Generell verfolgt Google mit Chrome OS das Ziel regelmäßiger großer Updates - auf dem Event war von allen 6 Wochen die Rede. Ein dezenter Hinweis soll den User über das automatische Update informieren.

Weil alles in der Cloud ist, wird es keine Tools wie bei Windows geben, die der User installieren kann. Stattdessen setzt Google auf den Chrome Web Store , in dem unterschiedlichste Apps direkt installiert werden - etwa Bildbearbeitungs-Apps. Diese laufen dann online.

Der 12-Zoll-Bildschirm machte einen guten ersten Eindruck, Samsung verspricht bis zu 40% mehr Helligkeit als in vergleichbaren Geräten. Mit knapp 1,5 kg ist das Samsung Series 5 aber kein Leichtgewicht. An einigen Stellen hat Samsung offensichtlich den Rotstift angesetzt: Auf Tastatur-Hintergrundbeleuchtung muss man verzichten, ebenso auf einen HDMI-Ausgang. Für knapp 400 Euro  werden sich das einige wohl zweimal überlegen.

Andererseits verspricht Google extrem viel Sicherheit: jedes Programm muss sich zum Booten verifizieren und von jeder Systemdatei gebe es zwei Kopien, die bei Virenbefall die verseuchte Datei überschreiben. Virenschreibern mache Chrome OS das Leben sehr schwer, so das Versprechen.

Wer übrigens sein eigenes Chromium OS oder etwa Windows auf dem Samsung-Gerät installieren möchte, könne dies tun, indem er zuvor den Developer-Schalter an der Seite umlege. Beim Starten gebe es eine Warnung, der wissende Anwender fährt dann fort mit der Neuinstallation.

Außerdem: Das Chromebook hat zwei USB-Anschlüsse, einmal VGA, ein extra großes Touchpad und einen Akku, der 8 Stunden halten soll.

Donnerstag den 23.06.2011 um 01:42 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • kikaha 10:50 | 24.06.2011

    Schick anzusehen, Preis indiskutabel, Bs abgespeckter Mist und die Daten in einer Wolke.

    Nö, für mich ist das nix.

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  • Benjamin Schischka 09:57 | 24.06.2011

    Chromebooks - top oder flop?

    Mein Hands-on hinterlässt gemischte Gefühle: Schnell gestartet, tolles Design, vergleichsweise sicher - unpraktisch auf Reisen, keine Tastaturbeleuchtung, will ich alle meine Daten wirklich in die Cloud schieben?

    Wie stehen Sie zu den Chrome-OS-Netbooks?

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