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Linuxworld: Wirtschaftsfaktor Open Source

29.11.2006 | 09:00 Uhr |

59 Prozent der öffentlichen Verwaltungen verfolgen eine Umstellung auf Open Source als Teil ihrer mittel- oder langfristigen IT-Strategie. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Fraunhofer Instituts Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO).

Weitere Ergebnisse der Studie: Vier von fünf Behörden beschäftigen sich seit mindestens einem Jahr mit Open Source. Laut den Analysten des Fraunhofer Instituts haben 23 Prozent vor allem auf Server-Ebene schon jetzt proprietäre Betriebssysteme abgelöst. 21 Prozent sind dabei, quelloffene Lösungen mit neuen Fachanwendungen einzuführen. Der Rest der Einrichtungen (56 Prozent) verfolgt einen schrittweisen Übergang, wobei Desktops und ihre Office-Anwendungen an erster Stelle stehen sollen.

Nur ein Viertel der öffentlichen Verwaltungen haben bei ihren Projekten externe Unterstützung genutzt. Wenn doch, kamen bei 83 Prozent kleine regionale IT-Anbieter zum Zuge. Nur elf Prozent wendeten sich an freie Berater. Laut der Studie sparten 47 Prozent der öffentlichen Verwaltungen mehr als die Hälfte ihrer Lizenzkosten ein. Außer diesem finanziellen Aspekt heben die Verantwortlichen die größere Unabhängigkeit von Herstellern hervor.

Auf der Seite der IT-Anbieter führte Open Source laut den Analysten ebenfalls zu starken Veränderungen. Bei rund einem Viertel macht quelloffene Software inzwischen mindestens 25 Prozent des Umsatzes aus. Ein Drittel dieser Anbieter behaupten, ohne Open-Source-Programme die Ladentüren schließen zu müssen. 71 Prozent bieten quelloffene Programme als Alternative zu proprietären an. Auch von den Anbietern, die keine Open-Source-Software anbieten, glauben zwei Drittel, dass quelloffene Programme an Bedeutung gewinnen.

Für die Analyse befragte das IAO jeweils 110 deutsche Behörden und Anbieter.

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