2185453

Locky infiziert und erpresst weiteres US-Krankenhaus

24.03.2016 | 12:33 Uhr |

Der Ransomware Locky ist nun ein weiteres Krankenhaus in den USA zum Opfer gefallen. Die Malware erpresst das Krankenhaus.

Vor knapp einem Monat sorgte der Erpresserschädling Locky für Aufsehen und auch ein Krankenhaus in Los Angeles fiel Locky zum Opfer. Jetzt hat es ein Krankenhaus in Kentucky getroffen. Locky hat laut dem Sicherheitsexperten Brian Krebs das gesamte Computer-Netzwerk des Methodist Hospital in Kentucky infiziert. Die Ransomware verschlüsselte dabei alle gefundenen Daten und will die Daten erst wieder freigeben, wenn das Krankenhaus ein Lösegeld zahlt.

Locky gelangte in dem neuen Fall über einen infizierten Mail-Anhang in das Netzwerk des Krankenhauses und breitete sich dann dort aus. Daraufhin musste die IT-Abteilung des Krankenhauses alle Systeme herunterfahren. Anschließend wurde jeder einzelne Rechner auf Anzeichen einer Infektion überprüft.

Schadsoftware Locky versteckt sich in Word-Dateien

Die Angreifer verlangten zur Freigabe der Daten die Zahlung von Bitcoins im Wert von etwa 1.600 US-Dollar (etwa 1450 Euro). Bisher sei noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob der Betrag gezahlt werden soll. Ein Vertreter des Krankenhauses erklärte, die Entscheidung werde man gemeinsam mit dem FBI treffen, das in dem Fall ermittelt. Eine Zahlung des Lösegelds käme aber nur in Frage, wenn es keine andere Lösung gäbe.

Das von Locky vor einigen Wochen attackierte Krankenhaus in Los Angeles hatte das Lösegeld in Höhe von umgerechnet etwa 15.300 Euro gezahlt, um wieder an seine Daten gelangen zu können.


Lesetipp: Was Sie über Locky wissen sollten

0 Kommentare zu diesem Artikel
2185453