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Anklage gegen 0137-Abzocker erhoben

14.01.2010 | 14:21 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen vier Personen erhoben, die Ende 2006 im großen Stil Lockanrufe mit 0137-Nummern durchgeführt haben sollen. Die Anklage lautet auf Betrug.

In den Jahren 2006 und 2007 gab es mehrere Wellen so genannter Ping- oder Lockanrufe , mit denen Betrüger die Angerufenen belästigt haben. Die Anrufe erfolgten automatisiert und es wurde stets aufgelegt, bevor jemand den Anruf annehmen konnte. Als anrufende Telefonnummer wurde eine 0137-Nummer angezeigt. Wer einen Rückruf tätigte, wurde bis zu mehreren Euro an Telefongebühren los.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat nun gegen vier Männer Anklage erhoben, die an derartigen Aktivitäten beteiligt gewesen sein sollen. Wie das Verbraucherschutzportal computerbetrug.de meldet, sollen die Verdächtigen wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall angeklagt werden. Ihnen drohen im Falle eines Schuldspruchs hohe Geld- oder auch Haftstrafen.

Noch ist allerdings unklar, ob das Landgericht Osnabrück die Klage zur Hauptverhandlung zulassen wird. Es wäre das erste Mal, dass solche Machenschaften tatsächlich zu nennenswerten Strafen führen könnten. Zwar hat die Bundesnetzagentur nach Beschwerden regelmäßig die missbrauchten Rufnummern gesperrt und ein Inkassoverbot verhängt, zu einer Anklageerhebung durch Staatsanwaltschaften ist es jedoch bis dato nie gekommen.

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