Lizenzgebühren für Internet-Radiostationen festgelegt

Freitag, 21.06.2002 | 10:28 von Eric Bonner
Im dem seit Jahren andauernden Streit, ob Internet-Radiostationen Lizenzgebühren für Radio-Streams an die Plattenindustrie zahlen müssen, haben die zuständigen amerikanischen Stellen eine Entscheidung getroffen. Demnach werden Web-Radiostationen in Zukunft 0,07 Cent pro gesendetem Lied zahlen müssen.
Im dem seit Jahren andauernden Streit, ob Internet-Radiostationen Lizenzgebühren für Radio-Streams an die Plattenindustrie zahlen müssen, haben die zuständigen amerikanischen Stellen eine Entscheidung getroffen. Demnach werden Web-Radiostationen in Zukunft 0,07 US-Cent pro gesendetem Lied zahlen müssen, wie die New York Times berichtet.

Keine der Parteien - weder Vertreter der Web-Radios noch die der Recording Industry Association of America (RIAA) - zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Wie die New York Times zu berichten weiß, hatten die Internet-Radiostationen gehofft, nur einen Prozentanteil ihres Umsatzes abführen zu müssen.

Die Recording Industry Association of America stufte die angesetzten Lizenzgebühren indes als zu niedrig ein. Cary Sherman, Präsident der Recording RIAA, erklärte, dass diese Gebührenhöhe einfach "nicht dem wahren Marktwert der Musik wiedergeben würden" .

Die Zukunft für die Web-Radios sieht jedenfalls düster aus: Nach Ansicht von John Jeffrey, Vize Präsident von Live 365 (über 40.000 Stationen gehören zu dem Netz), ist das Aus für eine Vielzahl von unabhängigen Stationen damit endgültig besiegelt.

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Freitag, 21.06.2002 | 10:28 von Eric Bonner
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