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Microsoft stellt SaaS-Strategie vor

02.10.2007 | 12:41 Uhr |

Mit seinen "Live" und "Online" Services adressiert Microsoft neben Privatanwendern und kleineren Firmen auch große Unternehmen und virtuelle Arbeitsgruppen.

Dass Microsoft eine ideale Computing-Umgebung in der Kombination lokal installierter Software und innovativen Web-Diensten sieht, hat der Konzern bereits mehrfach betont . Bislang war man jedoch davon ausgegangen, dass sich die Angebote zum Thema Software-as-a-Service (SaaS) wie etwa Windows Live, Office Live oder Dynamics Live CRM eher an Einzelpersonen und kleine mittelständische Firmen richten. Mit den nun vorgestellten SaaS-Plänen macht Microsoft klar, dass auch große Unternehmen angesprochen sind. Kernmarken der neuen Strategie sind die Live Services für den privaten und geschäftlichen Anwender sowie die Online Services für Unternehmen. Letztere sind für Kunden mit mehr als 5.000 Mitarbeitern gedacht und teilen die Dienste in die drei Gruppen "Exchange Online" (E-Mail), "Office SharePoint Online" (Collaboration) und "Office Communications Online" (Unified Communications). Die von Microsoft in eigenen Rechenzentren oder von Partnern betriebenen Services sollen hochverfügbar, skalierbar und mit hohen Sicherheitsstandards ausgestattet sein.

Begleitet hat Microsoft seine SaaS-Ankündigungen mit mehreren konkreten Produkten beziehungsweise Vorhaben. Hierzu zählt "Office Live Workspace", eine neue Web-basierende Funktion von Office, um Dokumente online zu stellen und mit anderen gemeinsam daran zu arbeiten. Der kostenlose Service erlaubt den weltweiten Zugriff auf Dokumente, entweder aus Office heraus, für das ein Add-on aus dem Netz geladen werden muss, oder über den Browser. Das Dateiformat ist beliebig, es kann sich also auch um Bilder und MP3-Dateien handeln. Der Zugriff im Team erfolgt in Passwort-geschützter Umgebung über die Windows Live-ID. Anwender, die über kein Office verfügen, sollen die Dokumente ebenfalls sichten und mit Kommentaren versehen können. Office Live Workspace lässt sich derzeit als englisch-sprachige Betaversion testen.

Neu sind auch die "Microsoft Exchange Labs", ein Forschungs- und Entwicklungsprogramm, um Messaging- und Unified-Communications-Dienste für Umgebungen mit hoher Nutzerzahl zu testen. Im ersten Schritt holt sich Microsoft hierfür einige Universitäten und Schulen mit ins Boot, da diese eine Vielzahl an Benutzern mit unterschiedlichen Anwenderprofilen stellen.

Das bisherige Office-Live-Angebot wird in "Office Live Small Business" umgetauft und wendet sich mit IT-Diensten wie E-Mail und Homepage an kleine Unternehmen. Schließlich gibt es ein Update für die "BizTalk Services". Sie erlauben Entwicklern die Erstellung und Integration von netzübergreifenden Geschäftsanwendungen aus vorgefertigten Komponenten. (ue)

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