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Lithium-Ionen-Akkus aus dem 3D-Drucker

28.11.2013 | 05:18 Uhr |

Mit neuen Tintenarten und Druckern lassen sich Lithium-Ionen-Akkus und Elektronikbauteile herstellen.

Wissenschaftlern der Harvard Universität ist es gelungen, die Grundbestandteile einer Lithium-Ionen-Batterie sowie andere Elektronikteile über einen 3D-Drucker nachzubilden. Noch befindet sich die Technik zwar in einem sehr frühen Stadium, dennoch könnten sich daraus für Hersteller gänzlich neue Möglichkeiten eröffnen. So seien beispielsweise biometrische Sensoren mit eingebauter Batterie denkbar, die auf der Haut der Anwender befestigt werden und Daten drahtlos an ein Smartphone übertragen.

Auch bereits existierende Geräte könnten durch individuell herstellbare Akkus und Elektronikbauteile einfacher und effizienter werden. Zwar setzen Anbieter von Hörgeräten beim Gehäuse ihrer Produkte schon auf Bauteile aus dem 3D-Drucker, die Elektronik im Inneren muss jedoch separat produziert werden. Ließen sich Batterie und Elektronik in einem Arbeitsschritt ausdrucken, so könnte dies die Leistungsfähigkeit steigern und gleichzeitig die Produktionskosten der Geräte senken.

Modelle, Anbieter: Der 3D-Druck kommt aus der Nische

Zur Herstellung setzen die Forscher auf spezielle Nanopartikel, beispielsweise Lithium für die Batterien und Silber für die Verdrahtung. Derzeit suchen die Wissenschaftler nach Partnern aus der Wirtschaft, um die Technologie in den kommenden Jahren zur Marktreife bringen zu können.

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