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Linux unterstützt bald keine 32-Bit-PCs mehr

26.07.2016 | 10:20 Uhr |

Das Ende einer Ära: Linux-Distributionen werden künftig keine 32-Bit-PCs mehr unterstützten.

AMD und Intel veröffentlichten 2003 und 2004 ihre ersten 64-Bit-CPUs. Mehr als eine Dekade später stellen mehrere Linux-Distributionen nun den den Support für 32-Bit-Hardware ein. Mit der Streichung der 32-Bit-Versionen von Chrome für Linux leitete Google diesen Schritt bereits im vergangenen Jahr ein.

Ubuntus Dimitri John Ledkov machte in der Ubuntu-Mailing-Liste erst kürzlich den Vorschlag, den 32-Bit-Support einzustellen. Hardware, auf der keine 64-Bit-Software läuft wird immer seltener. 32-Bit-Images zu erstellen, zu testen und mit Updates zu versehen kostet Zeit, erklärt Ledkov. Mit Ubuntu 16.10 wolle man nun die Anzahl der 32-Bit-Installationen beschränken. Der Release wird keinen Ubuntu Desktop und kein Ubuntu Server Image mit 32-Bit beinhalten. Die Installation ist über traditionelle Installer aber dennoch möglich. Mit dem Release von Ubuntu 18.10 im Oktober 2018 wird Ubuntu den Support für 32-Bit-Software dann endgültig einstellen.

Fedora geht einen ähnlichen Weg. Fedora Server bietet mit Fedora 24 kein 32-Bit-Image mehr. Von Fedora Workstation gibt es jedoch noch eine 32-Bit-Version. Mit den nächsten Releases soll der Support jedoch auch hier eingestellt werden. OpenSUSE Leap bot von Anfang an keine 32-Bit-Images an.

Linux-Distributionen mit 32-Bit werden vorerst jedoch auch weiterhin unterstützt. Ubuntu 16.04 LTS bekommt beispielsweise noch bis 2021 entsprechenden Support. Während die großen Linux-Distributionen keine 32-Bit-Images mehr veröffentlichen, unterstützten kleinere Distributionen den Standard wahrscheinlich auch noch in einigen Jahren.

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