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Linux in der Bundesverwaltung: heute Vertragsunterzeichnung

03.06.2002 | 12:23 Uhr |

Seit langem ist der bundesweite Einsatz von Linux im Gespräch, nun folgen erste Taten: Bundesinnenminister Otto Schily wird heute einen Kooperationsvertrag mit IBM unterzeichnen. Der Vertrag sieht den künftigen Einsatz von Open-Source-Software in allen öffentlichen Verwaltungen vor.

Bundesinnenminister Otto Schily und IBM -Chef Erwin Staudt werden heute einen Kooperationsvertrag zum künftigen Einsatz von Open-Source-Software in allen öffentlichen Verwaltungen unterzeichnen. Der Vertrag sieht vor, dass künftig die Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen besonders günstig Software beschaffen können, die auf Open-Source-Basis basiert. Dies teilte das Innenministerium auf seiner Homepage mit.

IBM wird seinerseits seine Hardware mit einem Linux-System von Suse bereitstellen. Die Gründe für die Abkehr von Microsoft-Systemen liegen in der Kosteneinsparung sowie der Sicherheitsproblematik.

Die Regierung ist der Ansicht, dass eine Aufspaltung der derzeitigen Monopolsituation (mit Microsoft-Software) in diesem Bereich mit geringeren Kosten einhergeht. Des weiteren soll die Open-Source-Lösung sicherer als bisherige Systeme sein. So soll die Software stabiler und resistenter gegen Viren sein sowie weniger Bugs aufweisen.

Wie das Bundesinnenministerium weiter mitteilt, geht der Vertrag auf eine Initiative des Bundesinnenministers zurück, der nach dem 11. September gemeinsam mit Vertretern der IT-Industrie nach Möglichkeiten gesucht hatte, wie öffentliche Infrastrukturen in Deutschland sicherer gemacht werden können. Wörtlich heißt es: " Die Vermeidung von Monokulturen im Software-Bereich und die Förderung von offener Software sind dazu ein wichtiger Schritt."

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