25464

Linux in München: Eine Niederlage für Open Source?

23.07.2003 | 10:44 Uhr |

Der Umstieg der Münchner Stadtverwaltung von Windows auf Linux wird sich nicht für Microsoft, sondern vielmehr für Open Source als Niederlage erweisen. Das behaupten jedenfalls die Marktforscher von Gartner unter Berufung auf aktuelle Studienergebnisse.

Der Umstieg der Münchner Stadtverwaltung von Windows auf Linux wird sich nicht für Microsoft, sondern vielmehr für Open Source als Niederlage erweisen. Das behaupten jedenfalls die Marktforscher von Gartner unter Berufung auf aktuelle Studienergebnisse, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerpartner .

Die Münchner Entscheidung sei keineswegs als Durchbruch für Linux im Desktop-Bereich zu werten, sagen die Forscher - ganz im Gegenteil: Zwar werden Linux-Rechner die Stadtverwaltung übernehmen, doch werden auf diesen PCs sehr wohl noch Windows-Anwendungen laufen. Es werde sogar ein Großteil der 14.000 Rechner auch nach der Umstellung Windows-Anwendungen installiert haben, so Gartner. Diese würden unter dem Windows-Emulator VMWare weiterlaufen oder auf Web-Basis über einen Browser verfügbar sein. Einspareffekte und Unabhängigkeit wären daher bei weiten nicht so groß, wie zunächst erhofft, so das Fazit der Studie .

Die Marktforscher schätzen, dass der geplante Umstieg auf Linux etwa 30 Millionen Euro kosten wird. Die Kosten der reinen Microsoft-Lösung würden angeblich um drei Millionen Euro geringer ausfallen.

Microsoft: Kritik an Linux-Studie für München (PC-WELT Online, 03.07.2003)

München: Keine Einflussnahme von Microsoft auf CSU (PC-WELT Online, 13.06.2003)

0 Kommentare zu diesem Artikel
25464