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Linux für München: Der Teufel steckt im Detail

09.01.2004 | 12:55 Uhr |

Die IT-Verantwortlichen der Stadt München kämpfen zurzeit mit den Tücken des im Mai vergangenen Jahres beschlossenen Linux-Umstiegs. Neben Problemen aufgrund der chronisch leeren Stadtkasse müssen Widerstände in den eigenen Reihen sowie technische Schwierigkeiten überwunden werden.

Die IT-Verantwortlichen der Stadt München kämpfen zurzeit mit den Tücken des im Mai vergangenen Jahres beschlossenen Linux-Umstiegs. Neben Problemen aufgrund der chronisch leeren Stadtkasse müssen Widerstände in den eigenen Reihen sowie technische Schwierigkeiten überwunden werden, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet.

Das Projekt "Li-Mux" soll bis zum Frühjahr 2004 eine detaillierte Kostenaufstellung sowie einen Zeitplan festlegen, erläutert Direktoriumsleiter Ernst Wolowicz. Da die Stadt für die Planung jedoch keine zusätzlichen Mittel bereitstellt, muss sich die Kommune von Firmen wie IBM und Suse helfen lassen.

Obwohl beide Anbieter damit die Projektvorgaben der Stadt maßgeblich beeinflussen können, sehen die Verantwortlichen nicht die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung. Man gehe weiter von einem harten Wettbewerb um die im Sommer zu vergebenden Aufträge aus. Bis dahin müssen jedoch Widerstände innerhalb der Verwaltung überwunden werden. So gebe es noch Vorbehalte einzelner Stadtreferate gegen die Linux-Migration. Mit der Innovationsbereitschaft der Verwaltung stehe es ebenfalls nicht zum Besten, beklagt Wolowicz.

Auch technische Probleme seien noch zu lösen. Während die großen Softwareanbieter bereits Open-Source-Varianten ihrer Applikationen anbieten, haben kleinere Anbieter hier oft wenig vorzuweisen.

Linux in München: Eine Niederlage für Open Source? (PC-WELT Online, 2307.2003)

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