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Linux für Handys: Ubuntu wird mobil

08.05.2007 | 13:57 Uhr |

Als Desktop-Betriebssystem dürfte Ubuntu mittlerweile vielen PC-Besitzern zumindest vom Namen her ein Begriff sein. Bald soll Ubuntu aber auch auf mobilen Endgeräten laufen. Denn die Macher der Linux-Distribution aus Südafrika arbeiten zusammen mit dem Chip-Giganten Intel an einer Ubuntu-Version für Handys, PDAs & Co.

Ubuntu wird eine Version seiner Linux-Distribution für mobile Endgeräte und für den eingebetteten Linux-Einsatz entwickeln. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten die südafrikanischen Linux-Spezialisten mit Intel zusammen. Auf dem Ende dieser Woche beginnenden Entwicklertreffen "Ubuntu Developer Summit" im spanischen Sevilla sollen Details von "Ubuntu Mobile" und "Embedded Ubuntu" diskutiert werden.

Mobile Ubuntu soll deshalb in enger Zusammenarbeit mit Intel entstehen, weil der Chip-Gigant an neuen, stromsparenden Prozessoren und Chipsätzen arbeitet, die mobilen Endgeräten vollen Internetzugang ermöglichen sollen. Intel hatte bereits im April bekannt gegeben, dass es mit Gnome.org bei der Entwicklung von mobilen Anwendungen kooperieren will.

Die Linux-Distribution Ubuntu basiert technisch auf dem bekannten und ausgereiften Debian . Die Entwicklung von Ubuntu wird von dem Unternehmen Canonical unterstützt, das dem südafrikanischen Milliardär Mark Shuttleworth gehört. Ubuntu hat sich mittlerweile rund um den Globus eine große Anhängerschar erarbeitet, Dell will sogar PCs mit vorinstalliertem Ubuntu ausliefern, Canonical wird den Anwender-Support hierfür übernehmen.

Mit der Mobile-Edition von Ubuntu ist allerdings erst für Oktober 2007 zu rechnen, vermutlich wird sie zeitlich zu Ubuntu 7.10 (Codename Gutsy Gibbon) erscheinen. Derzeit sucht Ubuntu-Sponsor Canonical übrigens einen Entwickler für Mobile Ubuntu .

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