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Auswärtige Amt wechselt wieder zu Windows XP

17.02.2011 | 15:54 Uhr |

Das Auswärtige Amt wird angeblich wieder von Linux auf Windows XP umsteigen. Das sei, so heißt es, die Vorbereitung auf den abschließenden Wechsel zu Windows 7 und Office 2010.

Das Auswärtige Amt unter der Leitung des Außenministers Guido Westerwelle bereitet den Abschied von Linux und den Wechsel zurück zu Windows XP vor. Bisher waren sowohl Linux als auch Windows auf den Rechnern im Auswärtigen Amt im Einsatz. Künftig soll nur noch Windows zum Einsatz kommen. Das berichtet Netzpolitik.org unter Berufung auf interne Dokumente des Auswärtigen Amtes.
Demnach seien die Mitarbeiter des Auwärtigen Amt Ende 2010/Anfang 2011 per Hausmitteilung darüber informiert worden, dass im August 2010 beschlossen worden sei, die Rechner, "die derzeit mit Linux arbeiten wieder auf das vertraute Windows XP" umzustellen. Betroffen seien rund 3000 Anwender. Rund 9000 Anwender, die bisher schon mit Windows XP arbeiten, sollen bis spätestens 2014 auf  Windows 7 und Office 2010 inklusive Outlook 2010 wechseln. Outlook solle dann auch als neues Mailsystem mit integrierter Kalender- und Kontaktfunktion fungieren. "Im Ergebnis verfügen wird dann über einen einheitlichen Standardarbeitsplatz. Bei unserer Rotation ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man am neuen Dienstort zumindest den vertrauten PC-Arbeitsplatz vorfindet", heißt es in der Hausmitteilung an die Mitarbeiter.

Netzpolitik.org hat mittlerweile auch eine Stellungnahme von Elmar Geese, Vorsitzender des Linuxverbandes, veröffentlicht. Dieser bedauert die Entscheidung des Auswärtigen Amtes.  "Alles in allem ist die Entscheidung des Auswärtigen Amtes sicherlich auch ein Sieg der enormen Lobbyaktivitäten, die Microsoft, aufgeschreckt durch die zunehmende Marktbedeutung von Open Source, initiiert hat", so Geese.

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