Linux

Samba tanzt auf Version 3.2

Mittwoch den 02.07.2008 um 10:22 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

Samba zählt zu den unverzichtbaren Werkzeugen, wenn es darum geht, Windows-Clients mit einem Linux-Server zu verbinden. Administratoren und ambitionierte Heimanwender können jetzt das Update Samba 3.2 auf ihren Linux-Rechnern installieren.

Das kostenlose und quelloffene Samba stellt auf einem Linux-Server Windows-Clients Datei- und Druckerdienste zur Verfügung, die sonst ein Windows-Server bereit stellen würde. Mit der neuen Version 3.2 kommen zwar keine revolutionären Neuerungen (die Möglichkeit, Samba als Active Directory-Domänencontroller einzusetzen, ist nach wie vor erst für die Version 4 vorgesehen), wohl aber interessante Detailverbesserungen auf die Anwender zu.

So bietet Samba 3.2 im Zusammenspiel mit einem geeigneten Dateissystem einen Clusterbetrieb. Außerdem gibt es jetzt als Alternative zur herkömmlichen Bearbeitung der als Text-Dateien vorliegenden Konfigurationseinstellungen auch ein neues "Registry"-artiges Konfigurationssystem. Insgesamt soll Samba immer modularer aufgebaut werden und sich auf verschiedene Bibliotheken stützen.

Das CIFS/SMB-Protokoll wurde um die Möglichkeit der Verschlüsselung erweitert. Obendrein soll Samba im Betrieb weniger Speicher belegen. Außerdem betonten die Entwickler, dass Samba 3.2 vollständig das derzeit noch kaum verbreitete IPv6-Protokoll unterstützen soll - das gibt Sicherheit für die Zukunft.

Samba 3.2 soll abwärtskompatibel sein. Die Macher testeten Samba 3.2 im Zusammenspiel mit diversen Windows-Clients und -Servern, darunter Vista SP1 und Windows Server 2008. Der Download von Samba 3.2 ist über zahlreiche Mirror verfügbar. Außerdem dürften die einzelnen Linux-Distributionen bald ihre Repositories aktualisieren und dann die neue Samba-Version über ihre Paketverwaltung bereit stellen.

Samba 3.2 steht unter der GNU GPLv3. Für die Entwicklung von Samba stellt die SerNET Gmbh mit Karolin Seeger eine Vollzeitkraft ab.

Mittwoch den 02.07.2008 um 10:22 Uhr

von Hans-Christian Dirscherl

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