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Hacker installieren Linux auf dem iPhone

Auf dem iPhone lässt sich jetzt auch ein anderes Betriebssystem starten. Neben OSX von Apple die haben Hacker des iPhone Dev Team jetzt eine Variante von Linux installiert. Langfristig sollen auch Android, Openmoko und Ubuntu Mobile auf dem Handy von Apple laufen.

Die iPhone-Hackerszene zeigt wieder einmal, was in ihr steckt. Nachdem das iPhone Dev Team jetzt den Linux-Kernel 2.6 auf das iPhone portiert hat, bleibt als nächstes logisches Ziel, auch das Google-Betriebssystem Android auf dem iPhone zu installieren. Viele Handybesitzer werden sich zwar fragen, wozu das alles gut sein soll, aber darum geht es gar nicht beim Hacken. "In einem übergreifenden Sinn umfasst ?Hacker? Personen, die mit ihren Fachkenntnissen eine Technologie beliebiger Art außerhalb ihrer normalen Zweckbestimmung oder ihres gewöhnlichen Gebrauchs benutzen", definiert Wikipedia .

Getreu diesem Motto hat ein Hacker mit dem Decknamen planetbeing die Hardware-Treiber des Apple-Smartphones genau analysiert und dadurch zum ersten Mal eine rudimentäre Linux-Version auf dem iPhone und dem iPod Touch der ersten Generation zum Laufen gebracht. Er ist Mitglied des iPhone Dev Team, das auch die Software für den Jailbreak des iPhone entwickelt und verfeinert. Zum Beweis hat planetbeing ein Video veröffentlicht. Es zeigt sein Dualboot-System, mit dem er bei jedem Neustart entscheiden kann, ob er Linux auf seinem iPhone starten möchte oder das Original-Betriebssystem von Apple.

Bisher fehlen der Linux-Variante noch alle wichtigen Komponenten, die das iPhone so beliebt machen. Statt über eine schicke Grafikoberfläche muss das Gerät über Kommandozeilen bedient werden, Sound und WLAN fehlen auch. Der Touchscreen lässt sich nicht verwenden, sodass eine USB-Tastatur zur Eingabe von Kommandos angeschlossen werden muss. Um die fehlenden Funktionen implementieren zu können, suchen die Hacker weitere Unterstützer. Wer das iPhone-Linux selbst ausprobieren möchte, kann es hier herunterladen. Allerdings hat der Server gerade sein monatliches Download-Limit überschritten.

iPhone demnächst mit vielen verschiedenen Betriebssystemen?

In den Kommentarzeilen unter der Veröffentlichung des iPhone Dev Team schmieden die Entwickler jetzt Pläne, neben Android auch andere Linux-Varianten wie Openmoko und Ubuntu Mobile auf das iPhone zu portieren. Das Ergebnis soll eine echte Alternative zum Apple-System sein und kein kompliziertes Spielzeug für Entwickler. Bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg, allerdings geht die Entwicklung beim iPhone oft auch rasend schnell. Für den ersten SIM-Unlock mussten wagemutige Besitzer im vergangenen Jahr ihr iPhone noch aufbrechen und einen Draht zwischen zwei Kontaktpunkte löten. Drei Wochen später ging das ganz bequem per Software.

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