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Linux-Experte: Beweise von SCO sind Unsinn

20.08.2003 | 15:01 Uhr |

Das seitens SCO erste öffentlich gezeigte Beispiel des vermeintlichen Code-Diebstahls in Linux ist nach Ansicht des Open-Source Anwalts Bruce Perens völlig zu Recht Bestandteil des freien Betriebssystems. Auch Linus Torvalds zeigte sich von der Analyse Perens' nicht überrascht.

Das seitens SCO erste öffentlich gezeigte Beispiel des vermeintlichen Code-Diebstahls in Linux ist nach Ansicht des Open-Source Anwalts Bruce Perens völlig zu Recht Bestandteil des freien Betriebssystems.

Das 15-zeilige Code-Beispiel wurde anlässlich des SCO Forums in Las Vegas gezeigt. Es sollte beweisen, dass die fragwürdigen Teile 1:1 in Linux übernommen wurden. Eine Fotografie der Präsentation mit dem Code-Beispiel wurde daraufhin von Perens genauer unter die Lupe genommen.

Seinen Angaben zufolge hatte AT&T das Copyright auf den betreffenden Code, dessen Unix-Rechte zwar später an SCO übergingen, zugleich aber unter der BSD (Berkeley Software Distribution) veröffentlicht wurde, welche es erlauben, den Code in Linux zu übernehmen. Genauer handele es sich um einen Algorithmus, der zur Speicherverwaltung eingesetzt werden kann, so Perens.

"Erstens handelt es sich um kein Geheimnis. Und zweitens ist er (der Code, Anm. d. Red.) urheberrechtlich geschützt, wird aber unter Lizenz in Linux verwendet", sagt Perens.

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