Linux

Entwicklung von Ubuntu 11.10 "Oneiric Ocelot" hat begonnen

Dienstag den 08.03.2011 um 13:11 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Die Entwicklung von Ubuntu 11.10 hat laut Angaben von Canoncial-Gründer Mark Shuttleworth begonnen. Der Nachfolger von 11.04 trägt den Codenamen "Oneiric Ocelot".
Die Veröffentlichung der finalen Version von Ubuntu 11.04 ("Natty Narwhal") ist für den 28. April geplant. In der Zwischenzeit haben die Entwickler bereits mit der Entwicklung des Nachfolgers begonnen. Laut einem Blog-Eintrag von Mark Shuttleworth trägt Ubuntu 11.10 den Codenamen "Oneiric Ocelot".

Bei der Entscheidung für den Codenamen habe man sich für eine Kombination aus dem Wort "oneiric" und der Tierart "Ozelot" entschieden. "Oneiric" lässt sich mit "traumartig" übersetzen. Ozelots sind eine in Mittel- und Südamerika lebende Raubtierart aus der Familie der Katzen, wie Wikipedia erläutert . "Oneiric Ocelot" erinnere Shuttleworth daran, wie Innovation geschieht: Teils in Tagträumen, teils durch Disziplin. Nach dem für Ubuntu geltenden Veröffentlichungsplänen wird Ubuntu 11.10 im Oktober und damit rund sechs Monate nach Ubutun 11.04 erscheinen.

Bei Ubuntu 11.04 ("Natty Narwhal" sind einige teils radikale Änderungen geplant. So wird beispielsweise 3D-fähige Unity das bisherige Gnome ersetzen. Außerdem gibt es auch eine 2D-fähige Fassung von Unity und Ubuntu 11.04 wird standardmäßig den Compiz windows manager anstatt Mutter nutzen. In Ubuntu 11.04 wird erstmalig auch Libreoffice mitgeliefert. Die dritte und finale Alpha-Version von Natty Narwhal steht seit einigen Tagen zum Testen bereit.

In Ubuntu 11.10 wird voraussichtlich das Wayland Graphics System seine Premiere feiern, das es nicht mehr in Ubuntu 11.04 geschafft hat. Beim Wayland Graphics System handelt es sich um ein OpenGL-basiertes Display Management System, das X Server und X Windows System ablösen wird. Hinzu kommen die Qt user interface libariees und auf dem Qt framework basierende Applikationen. Mit Qt sollen Entwickler neue Möglichkeiten erhalten, funktionale und zugleich ästhetisch anspruchsvolle Oberflächen zu gestalten.

Außerdem will sich Ubuntu ab der Version 11.10 vom "Quit"-Kommando trennen, wie ein Designer Matthew Paul Thomas kürzlich erklärte . "Das Quit-Kommando für Applikationen ist heutzutage ein Relikt aus der Ära der Macintosh-Rechner, die keine Festplatte besaßen und kein Multitasking konnten", so Thomas und fügt hinzu, dass der Befehl bei modernen Applikationen mittlerweile überflüssig geworden sei. Mobile Betriebssysteme hätten bereits vorgemacht, dass der Befehl nicht mehr benötigt werde.

Dienstag den 08.03.2011 um 13:11 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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