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Linus' fehlerfreie Beta

03.11.2000 | 14:44 Uhr |

Linus Torvalds hat die Beta 10 des Kernel 2.4 von Linux freigegeben. Die Betaversion soll keine Bugs aufweisen und einer der letzten Schritte auf dem Weg zu einer stabilen, neuen Kernelversion sein. Die Stärke des neuen Kernels soll die deutlich gesteigerte Multiprozessorfähigkeit sein.

Linus Torvalds hat die Beta 10 des Kernel 2.4 von Linux freigegeben. Die Betaversion soll keine Bugs aufweisen und einer der letzten Schritte auf dem Weg zu einer stabilen, neuen Kernelversion sein.

Die besondere Stärke des neuen Kernels soll die deutlich gesteigerte Multiprozessorfähigkeit sein, die Linux gerade als Serverbetriebssystem noch leistungsfähiger machen wird. Denn der bisher verbreitete Kernel 2.2 kann nur mit bis zu vier Prozessoren optimal zusammenarbeiten.

Der Kernel 2.4 war schon für Ende 1999 erwartet worden, doch die Beseitigung immer neuer Fehler hatte sein Erscheinen mehrmals verzögert. Doch nun scheint sich der Vater der Pinguine sehr sicher zu sein: "Wenn ich von einem Bug nichts weiß, dann gibt es ihn auch nicht".

Der Kernel ist der Betriebssystemkern einer jeden Linux-Distribution. Er ist bei allen Linux-Varianten gleich - unabhängig von den unterschiedlichen Programmen und der individuell auswähl- und konfigurierbaren grafischen Benutzeroberfläche, durch die sich einzelne Distributionen unterscheiden. Bisher fand der Kernel 2.2 in allen gängigen Distributionen Verwendung, so zum Beispiel bei Suse oder Red Hat.

Die enorme Multitasking- und Multithreadingfähigkeit des Kernels, zusammen mit seiner bemerkenswerten Stabilität, haben Linux immer mehr zu einer Konkurrenz für das etablierte Microsoft Windows gemacht. Besonders im Serverbereich droht Windows NT und 2000 immer mehr ins Hintertreffen zu geraten. (PC-WELT, 03.11.2000, hc)

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